Zwei weitere Malariafälle in der Nähe des Frankfurter Flughafens registriert
Politik
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1h ago

Zwei weitere Malariafälle in der Nähe des Frankfurter Flughafens registriert

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In Frankfurt haben sich zwei weitere Personen mit Malaria infiziert, die in der Nähe des Flughafens wohnen, jedoch weder dort arbeiten noch kürzlich im Ausland waren. Dies geschieht nach sechs bestätigten Fällen und zwei Todesfällen unter Flughafenmitarbeitern in diesem Sommer. Das Frankfurter Gesundheitsamt geht davon aus, dass die Infektionen durch Anopheles-Mücken verursacht wurden, die in Flugzeugen eingeschleppt wurden – ein Phänomen, das als „Flughafenmalaria“ bezeichnet wird. Die neuen Fälle, wie auch die vorherigen, betreffen die gefährlichste Form der Krankheit, Malaria tropica. Blutproben werden in einem Labor in Antwerpen untersucht, um festzustellen, ob die Plasmodien den gleichen genetischen Fingerabdruck aufweisen und somit die Herkunft der Mücken nachvollzogen werden kann. Die infizierten Personen werden medizinisch behandelt. Das Gesundheitsamt hat alle Hausärzte in Schwanheim, Rettungsdienste und Notaufnahmen informiert und eine Hotline unter 069/212-30030 eingerichtet. Behörden raten Anwohnern und Mitarbeitern im Umfeld des Flughafens, bei Symptomen wie Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Magen-Darm-Beschwerden auch eine Malariainfektion in Betracht zu ziehen. Anopheles-Mücken können bis zu zehn Kilometer weit fliegen und bei sommerlichen Temperaturen bis zu vier Wochen überleben. Die Behörden betonen, dass Malaria bei frühzeitiger Diagnose und Behandlung gut behandelbar ist, weisen aber darauf hin, dass dies der erste Fall von Flughafenmalaria in Deutschland seit Jahrzehnten ist. Es wird noch untersucht, ob ein Zusammenhang zu den bereits bekannten Fällen besteht.

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