Waadtländer Staatsrätin Valérie Dittli gründet eigene Partei nach Ausschluss aus der Mitte
Politik
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1h ago

Waadtländer Staatsrätin Valérie Dittli gründet eigene Partei nach Ausschluss aus der Mitte

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Die Waadtländer Staatsrätin Valérie Dittli verlässt die Mitte-Partei und gründet die Bewegung «Mouvement libéral», um bei den Kantonswahlen 2027 erneut zu kandidieren. Dieser Schritt erfolgt, nachdem sie die Unterstützung des Parteikomitees verloren hatte und sich gegen das Verfahren zur Aufstellung der Kandidatenliste aussprach. Dittli kritisiert, dass die gesamte Parteibasis nicht über ihre Kandidatur abstimmen durfte. Kurz zuvor waren Vorwürfe laut geworden, sie habe versucht, 22.000 Franken von einem Parteikonto abzuziehen, was sie jedoch bestreitet und als transparentes Unterstützerkonto bezeichnet. Die Mitte hatte zuvor empfohlen, bei den Wahlen nicht mehr mit Dittli anzutreten, was den Bruch beschleunigte. Die Staatsanwaltschaft ermittelt zudem in zwei Fällen gegen Dittli, darunter wegen Amtsmissbrauchs und Verwendung öffentlicher Gelder. Sie lehnte einen Rücktritt ab, obwohl der Grosse Rat des Kantons Waadt dies gefordert hatte. Die Entscheidung Dittlis kommt sechs Monate vor den Wahlen und wenige Tage nach dem Verlust der Parteipräsidiumsunterstützung. Sie betont, dass die Mitte weiterhin ihre politische Familie bleibe, sieht aber keine andere Wahl mehr, als eine neue Partei zu gründen. Die Gesamterneuerungswahlen im Kanton Waadt finden am 28. Februar 2027 statt.

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