Die USA und Venezuela haben eine Vereinbarung getroffen, die den USA die Kontrolle über mehr als 65 Milliarden Barrel venezolanisches Öl sichert. US-Präsident Donald Trump bezeichnete das Abkommen als „das größte Ölgeschäft der Weltgeschichte“, während die venezolanische Präsidentin Delcy Rodríguez Investitionen in Höhe von 100 Milliarden US-Dollar und Steuereinnahmen von über 209 Milliarden US-Dollar für den Staat erwartete. Das Abkommen kommt zustande, nachdem US-Spezialkräfte im Januar Nicolás Maduro entführt und inhaftiert hatten, woraufhin Rodríguez als Übergangs-Staatschefin eingesetzt wurde. Die USA kontrollieren seitdem faktisch das Ölgeschäft Venezuelas, wobei die Erlöse auf ein Konto unter US-Kontrolle fließen und Caracas auf monatliche Haushaltsanträge angewiesen ist. Berichten zufolge sind bis Ende Juli nur 300 Millionen US-Dollar nach Venezuela zurückgeflossen, während rund 13 Milliarden US-Dollar nach Washington gelangt sind. Die Vereinbarung wird von einigen als Möglichkeit zur Ankurbelung der venezolanischen Wirtschaft und zur Sicherung der Ölversorgung der USA angesehen, während andere einen Ausverkauf venezolanischer Ressourcen und eine Festigung der US-Vorherrschaft in der Region kritisieren. Die USA wollen mit dem Abkommen auch den Einfluss Chinas in Lateinamerika zurückdrängen, da Venezuela zuvor stark von chinesischen Krediten abhängig war. Die langfristigen Auswirkungen des Abkommens auf die venezolanische Bevölkerung und die regionale Stabilität bleiben abzuwarten, insbesondere angesichts der verfallenen Infrastruktur und der wirtschaftlichen Krise des Landes. Es ist unklar, inwieweit die versprochenen Investitionen tatsächlich umgesetzt werden und ob sie den Menschen vor Ort zugutekommen werden.
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