US-Wahlen und Israels Regierung: Veränderungen in der Unterstützung und mögliche Koalitionen
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1h ago

US-Wahlen und Israels Regierung: Veränderungen in der Unterstützung und mögliche Koalitionen

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Image: Spiegel De

Die Zwischenwahlen in den USA und die jüngsten Regierungsverhandlungen in Israel deuten auf eine mögliche Verschiebung der politischen Landschaft hin. In den USA haben demokratische und republikanische Politiker die bisherige Unterstützung für Israel in Frage gestellt, wobei einige eine Beendigung des Krieges und eine Neuausrichtung der Beziehungen fordern. US-Vizepräsident J.D. Vance äußerte, dass der Krieg ein Grund für die Wahlniederlage der Demokraten gewesen sei. Gleichzeitig stehen in Israel schwierige Koalitionsverhandlungen bevor, bei denen Gadi Eisenkot von der Opposition die meisten Empfehlungen zur Regierungsbildung erhalten hat, 67 gegenüber 46 für den amtierenden Premierminister Benjamin Netanjahu. Netanjahu versucht, das Narrativ aufrechtzuerhalten, dass die Wahl gestohlen wurde und warnt vor einer Regierung, die sich auf „islamistische Parteien“ stützen könnte. Trump hatte kurz vor den Wahlen angekündigt, die Militärhilfe für Israel Ende des Jahres einzustellen, was das politische Establishment überraschte. Obwohl Israel wirtschaftlich gut dasteht, ist es weiterhin auf Waffensysteme aus den USA angewiesen. Eisenkot plant, die Beziehungen zu den USA zu stärken, während Netanjahu diese zuvor auf einen Tiefpunkt geführt habe. Es wird erwartet, dass Eisenkot konsequenter gegen Siedlergewalt im Westjordanland vorgehen wird, die Siedlungspolitik jedoch nicht grundsätzlich in Frage stellt. Die neue Regierung könnte auch die von Netanjahu vorangetriebenen Gesetze zur Justizreform aufheben und eine staatliche Untersuchungskommission zum 7. Oktober 2023 einrichten. Die USA haben bis 2028 jährliche Militärhilfe in Höhe von 3,5 Milliarden US-Dollar an Israel zugesagt, aber Trump hat versucht, mit dieser Ankündigung auf den Unmut in der Bevölkerung über den Iran-Krieg und die steigenden Lebenshaltungskosten zu reagieren. Die Zukunft der amerikanisch-israelischen Beziehungen ist ungewiss, da neue Kongressmitglieder mit einer stärker antiisraelischen Position gewählt wurden und die Möglichkeit besteht, dass die USA Sanktionen gegen Israel verhängen könnten, falls bestimmte Grenzen überschritten werden.

Wo sie sich unterscheiden

  • Spiegel.de betont die Auswirkungen der US-Wahlen auf die Nahostpolitik und die schwindende Unterstützung für Israel.
  • Taz.de konzentriert sich auf die Regierungsverhandlungen in Israel und die mögliche Bildung einer Koalition unter Führung von Gadi Eisenkot.
  • Srf.ch beleuchtet die Kritik an Israel in den USA und die mögliche Einstellung der Militärhilfe durch Trump.
  • Nzz.ch warnt vor ungemütlichen Zeiten für Israel und betont, dass sich die Stimmung in den USA gegen den jüdischen Staat dreht.

Was noch nicht bekannt ist

  • Ob Gadi Eisenkot tatsächlich eine Regierungskoalition bilden kann, ist noch offen.
  • Wie sich die neue US-Regierung unter Biden konkret auf die israelische Politik auswirken wird, bleibt abzuwarten.
  • Ob Trump seine Ankündigung zur Einstellung der Militärhilfe tatsächlich umsetzen wird, ist unklar.

Unsere Einschätzung

Unsere Einschätzung ist, dass sowohl in den USA als auch in Israel ein politischer Umbruch stattfindet, der die bisherige Ausrichtung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern in Frage stellt. Die Wahlergebnisse in den USA und die Koalitionsverhandlungen in Israel deuten darauf hin, dass die traditionelle, bedingungslose Unterstützung Israels möglicherweise nachlässt. Die Äußerungen von J.D. Vance und die Ankündigung Trumps zur Militärhilfe lassen vermuten, dass innenpolitische Erwägungen in den USA zunehmend die Außenpolitik beeinflussen könnten.

Worauf zu achten ist

  • Ob Gadi Eisenkot genügend Unterstützung für die Bildung einer Regierungskoalition gewinnen kann, wird sich in den kommenden Wochen zeigen [Israelische Nachrichtenagenturen].
  • Die tatsächliche Umsetzung der von Trump angekündigten Einstellung der Militärhilfe für Israel im Laufe des Jahres wird ein wichtiger Indikator für die zukünftige US-Politik sein [US-Finanzministerium, ab Ende 2024].
  • Die Zusammensetzung des neuen US-Kongresses und die Haltung der neu gewählten Mitglieder gegenüber Israel werden entscheidend sein, um die Wahrscheinlichkeit von Sanktionen gegen Israel einzuschätzen [US-Kongressprotokolle, bis 2025].
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