US-Oberster Gerichtshof erlaubt Nutzung von Wählerdatenbank zur Überprüfung der Staatsbürgerschaft
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Image: Spiegel De
Der Oberste Gerichtshof der USA hat die Nutzung einer umstrittenen Datenbank zur Überprüfung der Wahlberechtigung wieder zugelassen. Bundesstaaten dürfen nun wieder Sozialversicherungsnummern und andere Daten mit Bundesregistern abgleichen, um die Staatsbürgerschaft von Wählern zu überprüfen, eine Entscheidung, die eine frühere Gerichtsentscheidung aufhebt. Die Regierung Trump argumentiert, das System solle Stimmabgabe durch Nicht-Staatsbürger verhindern, während Kritiker befürchten, dass dadurch rechtmäßige Wähler von der Wahl ausgeschlossen werden könnten. Das sogenannte SAVE-System, ursprünglich für die Überprüfung von Behördenleistungen konzipiert, ist nach Angaben von Bürgerrechtsgruppen fehleranfällig und könnte US-Bürger fälschlicherweise als nicht wahlberechtigt einstufen; in einem Bezirk in Missouri sollen fehlerhafte Ergebnisse bei bis zu 81 Prozent der Fälle vorgelegen haben. Die drei liberalen Richter stimmten gegen die Entscheidung. Präsident Trump hatte bereits mehrfach versucht, strengere Nachweise der Staatsbürgerschaft durchzusetzen, war damit aber gescheitert. Die Auswirkungen der Entscheidung auf die bevorstehenden Zwischenwahlen im November sind unklar, da Gesetze Änderungen an Wählerverzeichnissen weniger als 90 Tage vor einer Wahl verbieten, einzelne Änderungen jedoch zulässig sind.
Wo sie sich unterscheiden
- Spiegel.de betont die frühere Entscheidung eines Bundesgerichts, die die Datenbank für rechtswidrig erklärte, während Zeit.de und DLF.de dies nur am Rande erwähnen.
- DLF.de erwähnt, dass die Entscheidung wahrscheinlich keine Auswirkungen auf die bevorstehenden Zwischenwahlen haben wird, da Gesetze Änderungen an Wählerverzeichnissen kurz vor einer Wahl verbieten, während Spiegel.de und Zeit.de dies nur indirekt erwähnen.
- Zeit.de weist darauf hin, dass die Datenbank im März 2025 von Präsident Trump ausgeweitet wurde, was Spiegel.de und DLF.de nicht erwähnen.
Was noch nicht bekannt ist
- Wie hoch der tatsächliche Anteil fehlerhafter Ergebnisse im SAVE-System ist, bleibt unklar, da die Angaben auf Medienberichten basieren.
- Ob die Datenbank tatsächlich zur Verhinderung von Wahlbetrug durch Nicht-Staatsbürger beitragen wird, ist unklar.
Hintergrund
- Der Oberste Gerichtshof der USA ist das höchste Gericht des Landes und seine Entscheidungen sind bindend. [background knowledge]
- Das SAVE-System wurde ursprünglich zur Überprüfung von Behördenleistungen entwickelt. [Fact Refinery, 2024-05-16]
- Bürgerrechtsgruppen haben Bedenken geäußert, dass das SAVE-System fehleranfällig ist und US-Bürger fälschlicherweise als nicht wahlberechtigt einstufen könnte, mit einer Fehlerrate von bis zu 81 Prozent in einem Bezirk in Missouri. [Fact Refinery, 2024-05-16]
- Präsident Trump hatte bereits zuvor versucht, strengere Nachweise der Staatsbürgerschaft durchzusetzen, war damit aber gescheitert. [Fact Refinery, 2024-05-16]
Unsere Einschätzung
Unsere Einschätzung ist, dass diese Entscheidung eine klare politische Linie widerspiegelt, die darauf abzielt, die Wahlberechtigung zu verschärfen, obwohl es erhebliche Zweifel an der Genauigkeit des verwendeten Systems gibt. Wir sehen, dass die Bedenken der Bürgerrechtsgruppen hinsichtlich möglicher Fehlklassifizierungen von wahlberechtigten Bürgern nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Die Betonung auf die Verhinderung von Wahlbetrug durch Nicht-Staatsbürger scheint ein Vorwand zu sein, um restriktive Maßnahmen zu rechtfertigen, die potenziell rechtmäßige Wähler benachteiligen könnten.
Worauf zu achten ist
- Die tatsächliche Anzahl der fehlerhaften Ergebnisse im SAVE-System, sobald unabhängige Audits durchgeführt werden, um die Medienberichte zu bestätigen oder zu widerlegen. [Überprüfung der Wahlbehörden, laufend]
- Ob und in welchem Umfang die Entscheidung zu Änderungen an den Wählerverzeichnissen führt, trotz des Verbots von Änderungen weniger als 90 Tage vor der Wahl. [Wahlbehörden der einzelnen Bundesstaaten, bis November]
- Die Reaktion der liberalen Richter und der Bürgerrechtsgruppen auf die Entscheidung und ob sie weitere rechtliche Schritte einleiten werden. [Gerichtsdokumente und Pressemitteilungen, kurzfristig]
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