Trump kritisiert Nobelkomitee und Norwegen nach Friedenspreisvergabe
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Image: Spiegel De
US-Präsident Donald Trump hat erneut seine Enttäuschung über die Nichtvergabe des Friedensnobelpreises an ihn geäußert und das Nobelkomitee sowie Norwegen scharf kritisiert. Seine Äußerungen erfolgten kurz nachdem der Preis an die südafrikanische Juristin Navanethem „Navi“ Pillay verliehen wurde, die für ihren Einsatz für Frieden und Völkerrecht geehrt wird. Trump bezeichnete die Entscheidung als „schändlich und peinlich“ und behauptete, er habe maßgeblich zur Verhinderung von Konflikten zwischen Nord- und Südkorea, Japan und Nordkorea sowie China und Taiwan beigetragen, ohne dies jedoch mit Beweisen zu untermauern. Er nannte Pillay eine „mysteriöse Person“, von der er noch nie gehört habe.
Trump sieht sich selbst als legitimen Träger von acht Nobelpreisen und äußerte seinen Unmut darüber, dass die Vereinigten Staaten von Amerika nicht ausgezeichnet wurden. Er warf Norwegen vor, das Land auszunutzen. Pillay war Richterin am Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) und Uno-Menschenrechtskommissarin und leitete eine Uno-Untersuchungskommission, die im vergangenen Jahr im Gazastreifen einen Völkermord durch Israel feststellte, ein Bericht, den Israel als „skandalös“ zurückwies.
Parallel dazu bestätigte das Pentagon, dass die Hinrichtung des verurteilten Attentäters von Fort Hood, Nidal Malik Hasan, im Dezember per Livestream übertragen werden soll. Präsident Trump gab an, nicht an der Entscheidung für den Livestream beteiligt gewesen zu sein, verstehe aber die Intention, ein Exempel zu statuieren.
Wo sie sich unterscheiden
- Spiegel.de und Standard.at konzentrieren sich primär auf Trumps Kritik am Nobelkomitee und seine Selbstherrlichkeit, während Handelsblatt.de den Fokus stärker auf die bevorstehende Livestream-Hinrichtung des Attentäters von Fort Hood legt.
- Handelsblatt.de berichtet detailliert über die geplante Livestream-Übertragung der Hinrichtung, während die anderen Quellen dies nur am Rande erwähnen.
- Standard.at betont Trumps Behauptung, er sei der legitime Träger von acht Nobelpreisen, was in den anderen Quellen weniger hervorgehoben wird.
Was noch nicht bekannt ist
- Die konkreten Gründe für Trumps Behauptung, Kriege verhindert zu haben, bleiben unklar, da er keine Belege dafür liefert.
- Es ist unklar, wie sich die US-amerikanische Politik gegenüber Venezuela und Iran im Jahr 2026 entwickelt hat, da die Quellen nur die Ereignisse kurz erwähnen.
Hintergrund
- Die Verleihung des Friedensnobelpreises erfolgt jährlich durch das Nobelkomitee, das in Oslo ansässig ist [background knowledge].
- Navanethem Pillay war Richterin am Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) und Uno-Menschenrechtskommissarin [Fact Refinery, 2024-01-01].
- Nidal Malik Hasan wurde für den Angriff auf Fort Hood verurteilt, bei dem 13 Menschen getötet wurden [background knowledge].
- Der Angriff auf Fort Hood ereignete sich im Jahr 2009 [Fact Refinery, 2024-01-01].
Unsere Einschätzung
Unsere Lesart ist, dass Präsident Trump die Nichtvergabe des Friedensnobelpreises an ihn persönlich nimmt und dies als erneute Bestätigung seiner wahrgenommenen Ungerechtigkeit durch die internationale Gemeinschaft sieht. Seine Behauptungen über seine Friedensbemühungen scheinen ohne stichhaltige Beweise aufgestellt zu werden und dienen eher der Selbstdarstellung als einer objektiven Darstellung der Realität. Die parallele Erwähnung der Livestream-Hinrichtung deutet auf eine Tendenz hin, Stärke zu demonstrieren und eine abschreckende Wirkung zu erzielen.
Worauf zu achten ist
- Ob das Pentagon die Livestream-Übertragung der Hinrichtung tatsächlich wie geplant im Dezember durchführt, kann auf der Website des Pentagons überprüft werden [https://www.defense.gov/].
- Ob Israel auf den Bericht der Uno-Untersuchungskommission reagiert oder Maßnahmen ergreift, lässt sich an den offiziellen Stellungnahmen der israelischen Regierung beobachten [https://www.gov.il/en/].
- Ob Trump weitere öffentliche Äußerungen zu seiner vermeintlichen Berechtigung für Nobelpreise abgibt, ist auf seinen offiziellen Social-Media-Kanälen zu verfolgen [https://twitter.com/realDonaldTrump].
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