Streit um Treueschwur gegen die AfD in der CDU Sachsen-Anhalt
Politik
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27m ago

Streit um Treueschwur gegen die AfD in der CDU Sachsen-Anhalt

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Image: Spiegel De

In der CDU Sachsen-Anhalt gibt es Streit über die Aufforderung an Abgeordnete, eine eidesstattliche Erklärung zu unterzeichnen, in der sie bestätigen, nicht für AfD-Kandidaten bei der Wahl des Landtagspräsidenten und Vizepräsidenten gestimmt zu haben. Der Vorstoß, der aus der Fraktion selbst kam und letztlich verworfen wurde, wurde von mehreren CDU-Abgeordneten bestätigt, nachdem er zunächst vom Nachrichtenportal Nius gemeldet wurde. Parteichef Sven Schulze betonte, weder er noch der Fraktionsvorstand hätten den Vorschlag initiiert. Der ehemalige CDU-Landtagsabgeordnete Alexander Räuscher forderte im Falle der Bestätigung Schulzes Rücktritt, da eine solche Erklärung ein absurdes Demokratieverständnis zeuge und die Rechte der Abgeordneten mit Füßen trete. Auch die BSW-Fraktion schloss sich dieser Forderung an und bezeichnete Schulze als nicht mehr tragbar. Die Debatte folgt auf die Wahl von Tobias Rausch als erstem AfD-Landtagspräsidenten in Deutschland, nachdem die AfD bei der Landtagswahl im September deutlich an Stimmen gewonnen hatte, aber keine absolute Mehrheit erreichte. Die AfD plant, im Dezember ihren Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum ersten AfD-Ministerpräsidenten zu wählen. Schulze wies die Vorwürfe zurück, selbst die eidesstattliche Versicherung vorgeschlagen zu haben, betonte aber, dass der Vorschlag aus der Fraktion kam und diskutiert, aber verworfen wurde.

Wo sie sich unterscheiden

  • Der Spiegel konzentrierte sich auf die Aufdeckung der Hintergründe des Treueschwors und die Frage, ob Ministerpräsident Schulze Druck auf seine Abgeordneten ausgeübt hat.
  • Die taz betonte die Rücktrittsforderungen gegen Schulze, sowohl von ehemaligen CDU-Abgeordneten als auch von der BSW-Fraktion, und hob die Kritik an seinem Demokratieverständnis hervor.
  • Das Handelsblatt legte den Fokus auf die Debatte innerhalb der CDU-Fraktion und die Bestätigung des Vorschlags durch mehrere CDU-Parlamentarier.

Was noch nicht bekannt ist

  • Wie viele CDU-Abgeordnete tatsächlich für AfD-Kandidaten gestimmt haben könnten, bleibt unklar.
  • Ob der Vorschlag für die eidesstattliche Versicherung tatsächlich von einem Mitglied der CDU-Fraktion kam, ist nicht abschließend geklärt.

Unsere Einschätzung

Unsere Einschätzung ist, dass die Debatte um den vorgeschlagenen Treueschwur ein Zeichen der internen Zerrissenheit innerhalb der CDU Sachsen-Anhalt ist, ausgelöst durch den Erfolg der AfD bei der jüngsten Landtagswahl. Der Vorstoß, der nun verworfen wurde, deutet auf ein Misstrauen gegenüber eigenen Abgeordneten hin und wirft Fragen nach dem Demokratieverständnis der Parteiführung auf. Die Rücktrittsforderungen unterstreichen die Schwere der Krise und die wachsende Kritik an Sven Schulze.

Worauf zu achten ist

  • Die genaue Anzahl der CDU-Abgeordneten, die möglicherweise für AfD-Kandidaten gestimmt haben, wird im Laufe der weiteren Berichterstattung wahrscheinlich bekannt werden [Medienberichte].
  • Ob weitere Details über die Herkunft des Vorschlags für die eidesstattliche Versicherung ans Licht kommen, ist zu beobachten [Untersuchungen innerhalb der CDU-Fraktion].
  • Die Wahl von Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten im Dezember wird zeigen, ob die AfD ihre Position weiter festigen kann [Landtagssitzung im Dezember].
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