Spanien wirft Russland und Israel Desinformation im Zusammenhang mit der Ceuta-Krise vor
Politik
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1h ago

Spanien wirft Russland und Israel Desinformation im Zusammenhang mit der Ceuta-Krise vor

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Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat Russland und Israel vorgeworfen, im Zusammenhang mit dem Massenandrang von Migranten nach Ceuta Ende Juli Falschinformationen verbreitet zu haben. Sánchez behauptete, dass Online-Dienste mit Verbindungen zu Russland und Israel Gerüchte und Desinformation verbreitet hätten, um seine Regierung zu kritisieren und die Migration auszunutzen, um Spanien und Europa zu spalten. Er kündigte finanzielle Unterstützung in Höhe von 168 Millionen Euro für Ceuta an, um die Wirtschaft anzukurbeln. Die Krise begann am 30. und 31. Juli, als über 72.000 überwiegend marokkanische Staatsbürger zu Fuß oder schwimmend nach Ceuta gelangten, von denen die meisten kurz darauf zurückkehrten oder zurückgebracht wurden. Schätzungen zufolge befinden sich noch zwischen 5.000 und 10.000 Migranten in der Exklave, wobei mindestens 91 Menschen beim Versuch, Ceuta zu erreichen, ums Leben kamen; marokkanische NGOs geben die Zahl der Todesopfer mit mindestens 141 an. Sánchez betonte, dass die Regierung weiterhin untersucht, wie es zu dem Andrang kam, und dass eine verzerrte Darstellung eines Urteils des Obersten Gerichtshofs im Umlauf war, wonach schwimmend ankommende Migranten nicht abgeschoben werden könnten. Er schloss eine Beteiligung marokkanischer Behörden aus und bestätigte, dass Marokko umfassend mit Spanien kooperiert hat.

In Ceuta selbst haben sich gewalttätige Proteste gegen die Anwesenheit der Migranten entwickelt, wobei Rechtsextreme aus anderen Teilen Spaniens Hütten von Migranten niederbrannten und Hilfsorganisationen behinderten. Die Umweltschutzorganisation DAUBMA warnte vor bewaffneten Gruppen, die spanische Muslime angriffen. Migranten haben in einigen Fällen mit Steinen auf Soldaten reagiert, was zu Verhaftungen und Abschiebungen führte. Die lokale Presse berichtet von Angst vor Ladendiebstählen und einem Mangel an Pfefferspray. Sánchez wird am kommenden Mittwoch im Parlament Rede und Antwort zur Situation in Ceuta stehen. Die Opposition, insbesondere die rechtsextreme VOX und die konservative PP, sieht in der Krise eine Gelegenheit, die Regierung zu schwächen und bei den kommenden Wahlen zu gewinnen.

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