Ein Schulleiter in Nepal hat durch eine sofortige Evakuierung rund 900 Schülerinnen und Schüler vor einer verheerenden Flutkatastrophe gerettet und konnte zusätzlich Hunderte weitere Kinder in Schulbussen umleiten. Rajenda Dawadi, Leiter der Sekundarschule in Trishuli Baraar, erhielt etwa 15 Minuten vor dem Eintreffen der Flutwelle Warnungen. Die Zahl der Todesopfer in Nepal und Tibet ist auf über 900 gestiegen, wobei in Nepal allein 903 Todesfälle bestätigt wurden und 4247 Personen vermisst werden, darunter 592 Ausländer. In China werden 546 Menschen vermisst, darunter drei Deutsche. Eine Schülerin fiel während der Evakuierung in Ohnmacht und wurde mit einem Moped in Sicherheit gebracht. Ein Lehrer und der Hausmeister kamen bei dem Versuch, das Schulgebäude zu sichern, ums Leben. Die Behörden in Nepal haben mit der Massenbestattung von Hunderten nicht identifizierter Opfer begonnen, da die fortschreitende Zersetzung der Leichen eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellt. Die Entscheidung ist umstritten, da die meisten Opfer Hindus sind und eine Einäscherung üblicherweise praktiziert wird. DNA-Proben werden vor der Bestattung gesichert, um eine spätere Identifizierung zu ermöglichen. Die Rettungsarbeiten dauern an, und viele Leichen wurden Dutzende Kilometer von den eigentlichen Flutgebieten entfernt gefunden. Tibet hat erstmals die Herkunftsländer der 261 zuvor als vermisst gemeldeten Ausländer genannt, darunter drei Deutsche.
Originale Berichterstattung lesen
💬 Kommentare
📜 Kommentar-Richtlinie