Die schwedische Küstenwache hat am 3. Mai den Tanker Jin Hui gestoppt, der verdächtigt wird, falsche Angaben über seinen Flaggenstaat gemacht zu haben und Teil einer sogenannten Schattenflotte zu sein, die Russland bei der Umgehung von Sanktionen und der Finanzierung des Krieges gegen die Ukraine unterstützt. Der Tanker steht auf Sanktionslisten der EU, Großbritanniens und der Ukraine. Gleichzeitig wurden in der polnisch-ukrainischen Grenzregion russische Drohnenangriffe gemeldet, darunter ein Angriff auf einen Passagierzug und Drohnen, die in der Nähe der Grenze einschlugen. Polens Regierung hat Russland eine Eskalation des Konflikts vorgeworfen. Ermittlungen zu einem versuchten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle haben ergeben, dass ein mutmaßlicher GRU-Agent, Oleg Le., vor der Tat nach Deutschland eingereist war und nicht observiert wurde, obwohl seine Verbindung zum russischen Militärgeheimdienst bekannt war. Clara Bünger von der Linken kritisierte, dass bestehende Möglichkeiten zur Beobachtung des Verdächtigen offenbar nicht genutzt wurden. Agnieszka Brugger von den Grünen forderte eine entschlossene Antwort auf die Angriffe. Die russischen Angriffe werden von einigen als direkte Bedrohung der EU und der NATO wahrgenommen. Moskau bestätigte Angriffe auf Eisenbahninfrastruktur in der Westukraine, die dem Transport von Militärgütern diene. Die Situation wirft die Frage auf, wie europäische Staaten effektiver gegen Russlands Schattenflotte vorgehen und wie Deutschland mit mutmaßlichen GRU-Aktivitäten auf seinem Territorium umgeht.
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