In Köln hat ein unbekannter Täter am Montagmorgen auf ein türkisches Café in der Südstadt geschossen. Die Polizei sperrte die Bonner Straße und stellte mehrere Einschusslöcher sowie Patronenhülsen sicher. Verletzt wurde niemand. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf eine mögliche Verbindung zu Erpressungsversuchen durch sogenannte Gen-Z-Banden, die auch in anderen Städten Nordrhein-Westfalens aktiv sind. Die Polizei prüft, ob die Tat mit einer Reihe ähnlicher Vorfälle in den letzten Wochen zusammenhängt, darunter Schüsse auf Juweliergeschäfte und ein Einfamilienhaus in Erftstadt-Köttingen. Zeugen beschrieben den Täter als circa 1,70 bis 1,80 Meter groß und dunkel gekleidet. Die Polizei hat seit Februar rund 20 Straftaten registriert, die türkischen Jugendbanden oder Mafiagruppen zugeschrieben werden, wobei in sechs Fällen Schusswaffendelikte begangen wurden. Die Banden sollen vermögende türkische Geschäftsleute erpressen, wobei bei Nichtzahlung Autos und Gebäude beschossen oder in Brand gesetzt werden. Die Bonner Straße wurde inzwischen wieder für den Verkehr freigegeben, die Fahndung nach dem Täter läuft weiterhin. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, um die Hintergründe der Tat aufzuklären und mögliche Zusammenhänge zu anderen kriminellen Aktivitäten zu identifizieren.
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