Die AfD hat sich in Sachsen-Anhalt mit dem Bund der Steuerzahler (BSW) getroffen, äußert sich jedoch abfällig über dessen Vorsitzende. Der BSW-Chef reagierte spitz. Gleichzeitig berichten Branchenvertreter, dass erste Gäste ihre Reisen nach Sachsen-Anhalt aufgrund des Wahlergebnisses der AfD stornieren, die bei der Landtagswahl knapp eine absolute Mehrheit verpasste. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Sachsen-Anhalt äußerte Besorgnis und forderte eine „offene Willkommenskultur“, während einige Nutzer in sozialen Medien ihre Empörung über die Stornierungen zum Ausdruck brachten und andere die Panikmache kritisierten. Einige Menschen, insbesondere solche, die aufgrund ihrer Identität Anfeindungen befürchten, streichen Sachsen-Anhalt als Reiseziel, während andere gerade jetzt zum Besuch aufrufen. Die Tourismusbranche sieht in der Region weiterhin Attraktionen wie den Brocken, die Heide, Fachwerkhäuser in Quedlinburg und historische Stätten in Wittenberg und Dessau.
Die AfD hat sich in ersten Sondierungsgesprächen mit dem BSW kritisch über dessen Vorsitzende geäußert, wobei die genauen Inhalte der Kritik nicht näher ausgeführt wurden. Der BSW-Chef reagierte daraufhin mit scharfer Kritik.
Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Sachsen-Anhalt meldete Stornierungen von Reisen aus Angst und Empörung über das Wahlergebnis der AfD. Ein Nutzer auf Facebook stornierte eine Reise nach Thale und Quedlinburg, da er sich neben Personen wiederfinden wollte, die möglicherweise eine rechtsextremistische Partei gewählt haben. Andere Nutzer äußerten sich empört über die Stornierungen und warfen dem Verband „wirtschaftsschädigende Panikmache“ vor.
Es wird deutlich, dass Menschen, die aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe oder sexuellen Identität Anfeindungen befürchten, Sachsen-Anhalt als Reiseziel meiden. Für andere Reisende wird jedoch argumentiert, gerade jetzt das Land zu besuchen und seine kulturellen und landschaftlichen Sehenswürdigkeiten zu erkunden.
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