Russland hat westliche Politiker vor Reisen in die Ukraine gewarnt, nachdem eine Drohne in der Nähe der polnischen Grenze eine Bahnstrecke getroffen hatte, auf der sich zuvor ein Zug mit hochrangigen Politikern wie dem britischen Ex-Premierminister Boris Johnson und dem schwedischen Ex-Ministerpräsidenten Carl Bildt befand. Die russische Außenministeriumssprecherin Marija Sacharowa erklärte, Bahnhöfe und die Transportinfrastruktur seien legitime militärische Ziele und warf der ukrainischen Regierung vor, die Politiker als „menschliche Schutzschilde“ zu nutzen. Der Angriff ereignete sich auf einer Strecke, die eine wichtige Verbindung zwischen der Ukraine und dem Westen darstellt und von Politikern für Solidaritätsbesuche genutzt wird. Polen verstärkt nun seine Grenzübergänge zur Ukraine mit zusätzlichen Beobachtungs- und Wachposten, da die Ereignisse die Sicherheit ganz Europas gefährden könnten. Die ukrainische Eisenbahngesellschaft Ukrzalyznytsia schloss nicht aus, dass der Angriff auf den Zug der sogenannte YES-Express gegolten haben könnte, der Teilnehmer der jährlich stattfindenden Yalta European Strategy Konferenz (YES) beförderte. Berlin teilte mit, dass Zugreisen von Spitzenpolitikern in die Ukraine bis auf weiteres ausgesetzt werden, um die Sicherheitslage besser einschätzen zu können. Russland hat in den letzten Monaten wiederholt Züge in der Ukraine angegriffen und betreibt Kommandozentralen zur Echtzeitüberwachung von Bedrohungen aus der Luft.
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