Russland und Iran planen Gaspipeline und Waffenlieferungen, während Öl-Tanker in der Straße von Hormus in Brand geraten
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1h ago

Russland und Iran planen Gaspipeline und Waffenlieferungen, während Öl-Tanker in der Straße von Hormus in Brand geraten

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Image: Spiegel De

Wladimir Putin hat mit iranischen Vertretern über den Bau einer Gaspipeline gesprochen, um den Gasmangel im Iran zu beheben und russisches Gas weiterzuleiten. Parallel dazu wird über einen möglichen Verkauf russischer Lenkflugkörper an den Iran verhandelt. Diese Gespräche fanden fast zeitgleich mit Berichten über Brände auf fünf Öl-Tankern und einem Schlepper in der Straße von Hormus statt, wobei die iranische Armee Seeminen als Ursache nennt. Die USA drängen gleichzeitig darauf, russisches Gas über die Ukraine nach Europa zu leiten, um Europas Energieversorgung zu sichern und die Kriegskasse Russlands nicht weiter zu füllen, stoßen damit aber in Brüssel auf Skepsis. Die EU plant, bis 2027 vollständig unabhängig von russischem Gas zu werden, obwohl noch rund 11 Prozent des in Europa verbrauchten Erdgases aus Russland stammt.

Die iranische Seite gab an, dass Putin bei einem Treffen die Notwendigkeit regionaler Sicherheitsmechanismen betonte und sich gegen äußere Einmischung aussprach. Zudem soll Putin zugesichert haben, einen Beitrag zur Beendigung des Konflikts in der Golfregion leisten zu wollen. Die USA schlagen vor, Einnahmen aus dem Gastransport über die Ukraine auf ein Treuhandkonto zu legen, um zu verhindern, dass Russland die Gelder für den Krieg verwendet. Kiew könnte zudem von Transitgebühren profitieren. Die Vorfälle in der Straße von Hormus umfassen mehrere Tanker, die Feuer fingen, nachdem sie mutmaßlich auf Seeminen liefen. Die britische Überwachungsstelle UKMTO meldete zudem einen Angriff auf einen Tanker vor der Küste Katars.

Die USA versuchen, einen Energiewaffenstillstand zu erreichen, der es Europa ermöglichen soll, günstigeres russisches Gas zu beziehen. Die EU ist jedoch auf dem Weg, bis 2027 vollständig von russischen Gaslieferungen abzukommen, wobei Flüssigerdgas aus den USA bereits rund 30 Prozent des europäischen Bedarfs deckt.

Wo sie sich unterscheiden

  • Spiegel.de konzentriert sich primär auf die militärische Komponente, die potenziellen Waffenlieferungen und die Vorfälle in der Straße von Hormus, während fr.de den Fokus auf die Energiepolitik und die US-amerikanischen Bemühungen um einen Energiewaffenstillstand legt.
  • fr.de betont die Skepsis in Brüssel bezüglich des US-Vorschlags, russisches Gas über die Ukraine zu leiten, während Spiegel.de diesen Aspekt weniger hervorhebt.
  • Spiegel.de berichtet detaillierter über die iranischen Angaben zu den Gesprächen zwischen Putin und iranischen Vertretern, während fr.de die US-amerikanische Perspektive auf den Energiewaffenstillstand stärker betont.

Was noch nicht bekannt ist

  • Die genauen Hintergründe der Brände auf den Öl-Tankern in der Straße von Hormus sind unklar, da eine unabhängige Bestätigung der iranischen Angaben ausbleibt.
  • Es ist unklar, inwieweit die US-amerikanischen Bemühungen um einen Energiewaffenstillstand tatsächlich umgesetzt werden können, angesichts der Skepsis in Brüssel.
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