Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat mit scharfen Worten auf die Unterstützung der Ukraine durch andere Länder reagiert, woraufhin Bundesaußenminister Johann Wadephul neue Maßnahmen gegen Russland in Erwägung zieht. Gleichzeitig intensivieren die ukrainischen Streitkräfte ihre Angriffe auf russisches Territorium, zuletzt mit hunderten von Drohnen auf Moskau, was zu Warnungen aus London an Kiew führte. Ein führender russischer Ökonom, Andrei Klepatsch, hat öffentlich eine Niederlage Russlands im Krieg gegen die Ukraine vorausgesagt und wurde daraufhin entlassen. Klepatsch hatte in einer Rede die wirtschaftliche Lage Russlands analysiert und zu dem Schluss gekommen, dass der Abnutzungskrieg nicht gewonnen werden kann. Sein Ausscheiden unterstreicht die fehlende Toleranz für Kritik in Russland.
Die ukrainischen Drohnenangriffe auf Moskau haben zu einer Eskalation der Spannungen geführt, wobei Russland London vor der Lieferung britischer Drohnen an Kiew gewarnt hat. Die russische Seite sieht darin eine Unterstützung für die fortgesetzten Angriffe auf russisches Territorium. Wadephul hat auf Lawrows Drohungen reagiert und kündigte an, dass neue Maßnahmen gegen Russland diskutiert werden. Die genauen Inhalte dieser Maßnahmen sind jedoch noch nicht bekannt.
Der Fall von Andrei Klepatsch verdeutlicht die zunehmende Unterdrückung abweichender Meinungen in Russland. Als Technokrat in der russischen Wirtschaftselite seit den 1990er Jahren hatte Klepatsch eine nüchterne Analyse der wirtschaftlichen Realitäten Russlands vorgelegt. Seine Einschätzung, dass der Krieg gegen die Ukraine nicht gewonnen werden kann, stieß offenbar auf Widerstand in den höchsten Kreisen, was zu seiner Entlassung führte.
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