Wladimir Putin verknüpft die bevorstehenden Parlamentswahlen in Russland ausdrücklich mit dem Krieg gegen die Ukraine und stellt die Teilnahme an der Abstimmung als einen „gemeinsamen Beitrag zum Sieg“ dar. Das US-Forschungsinstitut Institute for the Study of War (ISW) wertet diese Aussage als Versuch, die Wahl als eine Bestätigung seiner Kriegspolitik zu inszenieren. Die Wahl findet unter eingeschränkten politischen Bedingungen statt, wobei die oppositionelle Partei Jabloko vom Obersten Gerichtshof ausgeschlossen wurde, obwohl einzelne Kandidaten in Direktwahlkreisen antreten dürfen. Erstmals werden auch Bewohner der von Russland annektierten ukrainischen Gebiete an der Wahl zur Staatsduma teilnehmen, was von der UN-Generalversammlung als völkerrechtswidrig verurteilt wurde. In den besetzten Gebieten werden laut ISW Zwangsmaßnahmen eingesetzt, um das gewünschte Wahlergebnis zu sichern. Die Regierungspartei „Geeintes Russland“ bindet ihren Wahlkampf eng an den Krieg und stellt sich als Garant eines russischen Sieges in der Ukraine dar. Parallel dazu hat Putin zwei Nestlé-Gesellschaften unter russische Verwaltung gestellt.
Linksgerichtete Medien betonen, dass Putin die Wahl als Stimmungstest für den Krieg nutzt, während rechtsgerichtete Quellen die Wahl als eine Farce bezeichnen, die von vornherein festgelegt ist. Beide Seiten stimmen jedoch darin überein, dass die Wahl ein Spiegelbild der veränderten politischen Landschaft Russlands ist, die stark vom Krieg geprägt ist. Die politische Konkurrenz ist stark eingeschränkt, und das Wahlsystem wird vom Kreml kontrolliert. Es bleibt abzuwarten, inwieweit die Wahl tatsächlich den Rückhalt für Putins Kriegspolitik widerspiegelt und welche Auswirkungen die Teilnahme der Bewohner der besetzten Gebiete auf das Ergebnis haben wird.
Our reading is that Putin is attempting to leverage these parliamentary elections as a demonstration of domestic support for his actions in Ukraine, despite the clear limitations on genuine political opposition and the internationally condemned inclusion of voters from occupied territories. The framing of participation as contributing to “victory” suggests a deliberate effort to equate electoral results with approval of the war. While sources differ on the degree to which the election is a legitimate process, they concur that it reflects a significantly altered political landscape dominated by the conflict and Kremlin control.
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