Die russische Parlamentswahl findet unter Ausschluss von Parteien statt, die den Krieg in der Ukraine kritisieren, insbesondere der liberalen Partei Jabloko. Trotz der Dominanz der Regierungspartei Geeintes Russland und einer begrenzten Auswahl an Kandidaten deutet die Wahl auf einen Mangel an echter politischer Auseinandersetzung hin. Präsident Putin forderte die Bevölkerung auf, mit ihrer Stimmabgabe zum Sieg des Landes beizutragen, während Umfragen eine anhaltende Unterstützung für seine Außenpolitik zeigen, jedoch mit wachsender Kritik an der Wirtschaftslage. Die Wahl wird auch in den von Russland kontrollierten ukrainischen Gebieten abgehalten, was international kritisiert wird.
Die Duma-Wahl beginnt mit einer deutlichen Voreingenommenheit zugunsten der Regierungspartei, die im staatlich kontrollierten Fernsehen rund drei Viertel der politischen Sendezeit erhält. Jabloko, die einzige Partei, die sich offen gegen den Krieg ausspricht, wurde aufgrund angeblicher Verstöße gegen die Parteienfinanzierung von der Wahl ausgeschlossen, obwohl einige Einzelkandidaten antreten dürfen. Denis Wolkow vom Lewada-Institut erwartet keine Überraschungen beim Wahlausgang und sieht eine ähnliche Stimmung wie vor fünf Jahren. Die Bevölkerung unterstützt zwar weiterhin Putins außenpolitischen Kurs, äußert jedoch zunehmend Kritik an der Wirtschaftslage.
Zusätzlich zu den Wahlvorbereitungen hat Russland das Geschäft des Schweizer Lebensmittelkonzerns Nestlé unter Zwangsverwaltung gestellt, da das Unternehmen seine Produktion in Russland auch nach Beginn des Krieges fortsetzte. Dies ist Teil einer Reihe von Maßnahmen, die Russland gegen Unternehmen aus Ländern ergreift, die es als „unfreundlich“ einstuft. Auch andere Konzerne wie Danone, Carlsberg und Heineken waren bereits betroffen und haben ihr Russland-Geschäft verkauft. Gleichzeitig hat das US-Repräsentantenhaus ein Gesetz verabschiedet, das persönliche Einreiseverbote und das Einfrieren von Vermögenswerten gegen russische Beamte vorsieht und die diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und Russland weiter erschwert.
Our reading is that this election appears heavily managed, with limited genuine competition due to the exclusion of critical voices like the Jabloko party. While public support for the current administration’s foreign policy persists, growing economic concerns are evident. The simultaneous actions against foreign businesses and the US sanctions suggest a deepening of international tensions and a deliberate strategy of economic control.
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