Die Partei „Geeintes Russland“ unter Führung von Wladimir Putin wird voraussichtlich die russische Parlamentswahl gewinnen, wobei erste Ergebnisse zeigen, dass sie mehr als 50 Prozent der Stimmen erhalten hat. Die Wahl wurde durch die zunehmende Ausrichtung Russlands auf Kriegsvorbereitung im Zuge des Konflikts in der Ukraine geprägt, wobei über 180 von Parteien unterstützte Kandidaten an der „speziellen Militäroperation“ teilgenommen haben. Der Kreml scheint darauf zu setzen, eine politische Elite aus Kriegsveteranen zu schaffen, um die Unterstützung für seine Politik zu festigen, birgt jedoch das Risiko, dass diese Veteranen in Zukunft eigene Interessen verfolgen könnten. Die Wahl fand auch in den von Russland besetzten ukrainischen Gebieten Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson statt, was von der EU als völkerrechtswidrig verurteilt wurde. Die Oppositionspartei Jabloko wurde von der föderalen Parteiliste gestrichen, während Umfragen im August zeigten, dass 68 Prozent der Russen die Aktionen der Streitkräfte in der Ukraine unterstützen und 56 Prozent eine Eskalation des Konflikts befürworten. Diese Zahlen verbergen jedoch eine wachsende Verbitterung über die Folgen des Krieges in der russischen Bevölkerung. Die Wahlbeteiligung lag mit über 56 Prozent höher als 2021, wobei die Überprüfbarkeit der Angaben durch die vom Kreml gesteuerte Wahlkommission nicht gewährleistet ist. Es gab Berichte über Wahlrechtsverstöße, darunter das Einwerfen vorausgefüllter Wahlzettel und die Verhinderung von Wahlbeobachtern der Opposition. Die Partei „Geeintes Russland“ dürfte sich mit Leichtigkeit die 300 der 450 Sitze sichern, die für eine verfassungsändernde Mehrheit benötigt werden.
Our reading is that these elections, while presented as a demonstration of popular support, appear heavily managed and designed to consolidate power around the ongoing conflict in Ukraine. The emphasis on including veterans suggests a deliberate attempt to build a political base loyal to the “special military operation”, but also carries the risk of creating a faction with its own agenda. The reported irregularities and the EU’s condemnation highlight the lack of genuine democratic process, despite the high reported turnout.
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