Wladimir Putin hat an der russischen Parlamentswahl teilgenommen, indem er online seine Stimme abgegab, während Oppositionsgruppen von zahlreichen Unregelmäßigkeiten und Verstößen gegen das Wahlrecht berichten. Die Partei Jabloko beklagt Druck auf Wahlbeobachter und den Ausschluss ihrer Kandidaten. Gleichzeitig hat der Kreml die Russland-Aktivitäten des Schweizer Nahrungsmittelkonzerns Nestlé unter Zwangsverwaltung gestellt und die Schweiz als „unfreundliches Land“ eingestuft. Dieser Schritt erfolgt im Zuge einer breiteren Offensive gegen westliche Unternehmen in Russland. Die dreitägige Wahl zur Staatsduma findet unter dem Vorwurf der Unfairness und mangelnder Demokratie statt, wobei die regierende Partei „Geeintes Russland“ einen deutlichen Sieg erwartet. Die Online-Wahl wird weiterhin wegen Manipulationsrisiken kritisiert. Neben Nestlé wurden auch die russischen Supermärkte des französischen Konzerns Auchan und die Logistikfirma FM Logistic unter Zwangsverwaltung gestellt.
Die Oppositionspartei Jabloko meldete bereits am ersten Wahltag massive Behinderungen und Druck auf ihre Wahlbeobachter in 20 Regionen. In Moskau und St. Petersburg sei Beobachtern der Zugang zu den Wahllokalen verwehrt worden, obwohl sie das Recht zur Kontrolle der Stimmabgabe hätten. In Tambow seien alle Beobachter von Jabloko von der Polizei zu Gesprächen einbestellt und vor unrechtmäßigen Aktionen gewarnt worden. Auch die Kommunistische Partei beklagte Abweisungen ihrer Beobachter. Berichte deuten darauf hin, dass Arbeitskollektive von staatlichen Einrichtungen massenhaft zu den Wahllokalen gebracht wurden, um für die regierende Partei zu stimmen. Zudem gab es Klagen über automatische Registrierung für die Online-Stimmabgabe ohne Wissen und Zustimmung der Betroffenen.
Der Kreml hat die Kontrolle über Nestlés Russland-Geschäft übernommen, das jährlich rund 1,8 Milliarden Dollar Umsatz generiert. Bundesbern zeigte sich besorgt über diesen Schritt. Experten sehen darin eine Vorstufe zur Enteignung. Neben Nestlé hat Putin auch die russischen Supermärkte des französischen Konzerns Auchan und die Logistikfirma FM Logistic unter Zwangsverwaltung gestellt. Die bisherige Praxis zeige, dass ausländische Unternehmen unter russischer Zwangsverwaltung früher oder später an russische Eigentümer übertragen würden, so Fabian Burkhardt vom Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung. Die Zwangsverwaltung wird von einer erst 2024 gegründeten Kleinfirma namens LEV Management durchgeführt, deren Generaldirektor früher im Innenministerium tätig war.
Our reading is that the reported election is taking place under conditions strongly suggesting a lack of genuine democratic process. The simultaneous imposition of external administration on Western companies appears to be a deliberate escalation of pressure, potentially aimed at both economic control and signaling displeasure with foreign governments. The differing focuses of various news outlets suggest a fragmented narrative, with some prioritizing the election’s procedural flaws and others the economic consequences of the Kremlin’s actions.
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