Preisvergabe an Maurizio Cattelan und Streit um Wiesn-Zelt-Vergabe werfen Fragen zur Ausrichtung der Berliner Kunstszene und Vergabepraktiken auf
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1h ago

Preisvergabe an Maurizio Cattelan und Streit um Wiesn-Zelt-Vergabe werfen Fragen zur Ausrichtung der Berliner Kunstszene und Vergabepraktiken auf

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Die Vergabe des Nationalgalerie-Preises an den etablierten Künstler Maurizio Cattelan inmitten einer Neuausrichtung der Preisvergabe, die junge Künstler:innen benachteiligt, wirft Fragen nach der Zukunft der Berliner Kunstszene auf. Gleichzeitig streitet sich München vor Gericht über die Vergabe der Wiesn-Zelte, wobei ein Wirt argumentiert, dass eine europaweite Ausschreibung erforderlich sei. In Berlin steht die Linkspartei vor der Wahl, möglicherweise die erste Regierende Bürgermeisterin zu stellen, und setzt dabei auf eine stärkere staatliche Steuerung des Wohnungsmarktes.

Die Nationalgalerie hat beschlossen, künftig nur noch eine künstlerische Position mit dem Preis auszuzeichnen, anstatt mehrere Nominierte zu ehren, wie es in den letzten 25 Jahren üblich war. Klaus Biesenbach, der Direktor der Neuen Nationalgalerie, begründet dies mit dem Wunsch nach „musealer Ehrung“ und „künstlerischer Strahlkraft“. Kritiker sehen darin eine Abkehr von der Förderung unbekannter Talente und eine Bevorzugung etablierter Namen. Der taz zufolge spiegelt diese Entwicklung einen Zeitgeist wider, der im Zweifel auf das „Große, Populäre, Schwergewichtige“ setzt.

In München verhandelt das Bayerische Oberste Landesgericht über den Antrag von Wirt Alexander Egger, der eine europaweite Ausschreibung der Wiesn-Zelte fordert. Das Gericht tendiert jedoch dazu, den Antrag als unzulässig abzuweisen, da es keine Betriebspflicht für die Zelte sieht. Laut Paul Heinrichsmeier, dem Vorsitzenden Richter, stelle die Stadt lediglich den Rahmen für das Volksfest bereit. Die Wirte und Brauereien befürchten, dass eine Entscheidung zugunsten Eggers das einzigartige Gesicht der Wiesn verändern würde.

Die Berliner Linkspartei, angeführt von Elif Eralp, liegt in Umfragen gleichauf mit der CDU. Eralp setzt sich für staatlich festgelegte Mieten und die Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände ein. Der Wohnungsbau ist bundesweit in die Krise geraten, was die Wohnungsnot in den Großstädten verschärft.

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