Olympia-Bewerbung: Berlin scheidet aus, München und KölnRheinRuhr bleiben im Rennen
Politik
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13h ago

Olympia-Bewerbung: Berlin scheidet aus, München und KölnRheinRuhr bleiben im Rennen

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Image: Spiegel De

Berlin hat seine Bewerbung um die Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 zurückgezogen, nachdem die Linkspartei unter Elif Eralp bei der jüngsten Abgeordnetenhauswahl 25,7 Prozent der Stimmen erhalten und sich gegen die Bewerbung ausgesprochen hatte. Regierender Bürgermeister Kai Wegner kritisierte Eralps Verhalten und betonte, dass die Entscheidung auch die sportliche Infrastruktur der Hauptstadt beeinträchtigen könnte. Die Entscheidung fiel am Samstag im Rahmen einer DOSB-Sitzung in Baden-Baden, bei der München und KölnRheinRuhr als verbleibende Bewerber ausgewählt wurden. Zuvor hatte eine Expertenkommission die Konzepte bewertet, wobei KölnRheinRuhr mit 85 Punkten und München mit 87 Punkten besser abschnitten als Berlin, das nur 74,6 Punkte erreichte. Senatorin Iris Spranger bedauerte, dass die große Unterstützung durch die Bevölkerung bei der Bewertung zu wenig berücksichtigt wurde, während Olympia-Beauftragter Kaweh Niroomand Eralps Verhalten kritisierte, da sie sich vor der Abstimmung nicht zu einem Gespräch bereit erklärt hatte. Die Entscheidung in Berlin wurde auch durch die Tatsache beeinflusst, dass die Landesverfassung keine Volksabstimmung über die Olympia-Bewerbung zulässt, im Gegensatz zu den anderen Bewerbern. Die Debatte um die Olympia-Bewerbung wird nun auch im Kontext der möglichen Nachfolge von Friedrich Merz als CDU-Vorsitzender gesehen, da der Erfolg bei der Vergabe der Spiele auch die Kanzlerchancen von Markus Söder oder Hendrik Wüst beeinflussen könnte.

Wo sie sich unterscheiden

  • Spiegel.de betont den politischen Kontext der Entscheidung und die mögliche Auswirkung auf die Kanzlerkandidatur von Söder oder Wüst.
  • Bild.de konzentriert sich stärker auf die Kritik von Bürgermeister Wegner an Elif Eralp und den daraus resultierenden Frust in Berlin.
  • Bild.de hebt die marode Sportinfrastruktur in Berlin hervor, während Spiegel.de diesen Aspekt weniger betont.

Was noch nicht bekannt ist

  • Wie sich die Entscheidung auf die zukünftige sportliche Infrastruktur in Berlin auswirken wird, bleibt abzuwarten.
  • Ob die Kritik an Eralp die Koalitionsverhandlungen in Berlin beeinflussen wird, ist noch unklar.

Hintergrund

  • Die Linkspartei erhielt bei der jüngsten Abgeordnetenhauswahl 25,7 Prozent der Stimmen [Fact Refinery, 2024-02-29]. Kai Wegner ist Regierender Bürgermeister von Berlin [background knowledge]. Eine Expertenkommission bewertete die Bewerbungskonzepte, wobei KölnRheinRuhr 85 Punkte und München 87 Punkte erreichte, Berlin hingegen nur 74,6 Punkte [Fact Refinery, 2024-02-29]. Die Landesverfassung von Berlin sieht keine Volksabstimmung über Olympia-Bewerbungen vor [Fact Refinery, 2024-02-29].

Unsere Einschätzung

Unsere Lesart ist, dass die Entscheidung Berlins, die Olympia-Bewerbung zurückzuziehen, primär politisch motiviert war und auf dem Widerstand der Linkspartei nach der Wahl beruht. Die Kritik an Elif Eralp und die fehlende Gesprächsbereitschaft scheinen die Entscheidung zusätzlich zu verstärken, obwohl die öffentliche Unterstützung für die Bewerbung groß gewesen sein soll. Wir sehen, dass die Debatte über die Spiele auch interne Machtkämpfe innerhalb der CDU beeinflussen könnte, insbesondere im Hinblick auf die Kanzlerkandidatur.

Worauf zu achten ist

  • Die Auswirkungen der Entscheidung auf die zukünftige sportliche Infrastruktur in Berlin, insbesondere hinsichtlich möglicher Investitionen oder deren Ausbleiben [Spiegel.de]. Ob und wie die Kritik an Eralp die Koalitionsverhandlungen in Berlin beeinflusst und zu möglichen Veränderungen in der Regierungsbildung führt [Bild.de].
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