Netanyahu verteidigt Vorgehen Israels vor UN-Generalversammlung, Zahlreiche Delegierte verlassen Saal
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50m ago

Netanyahu verteidigt Vorgehen Israels vor UN-Generalversammlung, Zahlreiche Delegierte verlassen Saal

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Image: Spiegel De

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu rechtfertigte vor der UN-Generalversammlung das Vorgehen seines Landes gegen die Hisbollah, die Hamas und den Iran. Zahlreiche Delegierte verließen den Saal vor Beginn seiner Rede als Zeichen des Protests, während andere applaudierten. Netanjahu reagierte mit scharfer Kritik an den ausscheidenden Delegierten und bezeichnete sie als „moralische Feiglinge“. Er verteidigte zudem die israelischen Angriffe auf iranische Atomanlagen und griff New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani scharf an, den er des Antisemitismus beschuldigte. Die Rede fand vor dem Hintergrund internationaler Kritik an Israels Vorgehen im Gazastreifen und der bevorstehenden Parlamentswahl in Israel statt. Berichten zufolge soll Israel vor dem Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 durch die Emirate gewarnt worden sein.

Netanjahu argumentierte, Israel verteidige viele der Länder, deren Vertreter den Saal verlassen hätten, und betonte, dass Israel „keine andere Wahl“ habe, als zu gewinnen. Er wies Vorwürfe des Kolonialismus zurück und betonte, es gehe um die Existenz eines jüdischen Staates. Er griff Großbritannien und Frankreich wegen ihrer kolonialen Vergangenheit an. Die Vorwürfe des Völkermords im Gazastreifen bezeichnete er als „größte Lüge des Jahrhunderts“ und behauptete, Israel habe einen Völkermord verhindert.

Palästinenserpräsident Abbas hatte zuvor in seiner Ansprache Israels Politik als existenzielle Bedrohung für das palästinensische Volk verurteilt. Er sprach per Videobotschaft, da ihm und anderen palästinensischen Vertretern die Einreise in die USA verweigert wurde. Die Rede Netanjahus richtete sich auch an das israelische Publikum, da am 27. Oktober ein neues Parlament gewählt wird. Umfragen deuten darauf hin, dass es für Netanjahus Lager schwierig werden könnte, eine Mehrheit zu sichern.

Wo sie sich unterscheiden

  • Spiegel.de betont die scharfe Reaktion Netanjahus auf die ausscheidenden Delegierten und die Verwendung des Begriffs 'moralische Feiglinge' stärker als die anderen Quellen.
  • Zeit.de geht detaillierter auf Netanjahus Angriffe auf Großbritannien und Frankreich wegen ihrer kolonialen Vergangenheit ein.
  • Deutschlandfunk (DLF) konzentriert sich stärker auf die Reaktion von Palästinenserpräsident Abbas und die ihm verweigerte Einreise in die USA.

Was noch nicht bekannt ist

  • Wie weit die Warnungen der Emirate vor dem Angriff der Hamas tatsächlich gingen und welche konkreten Informationen Israel vorlagen, bleibt unklar.
  • Ob Netanjahus Lager bei der bevorstehenden Parlamentswahl in Israel eine Mehrheit sichern kann, ist noch offen.
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