Rettungskräfte in Nepal haben zehn Tage nach der verheerenden Sturzflut zwei weitere Überlebende geborgen – einen chinesischen Staatsbürger aus einem Tunnel und eine Frau in Nuwakot aus den Trümmern ihres Hauses. Die Zahl der bestätigten Todesopfer ist auf mindestens 1.300 gestiegen, während über 5.000 Menschen weiterhin vermisst werden, darunter zahlreiche Arbeiter, die an Wasserkraftprojekten beteiligt waren. Die Sturzflut, vermutlich durch einen Gletscherabbruch am 26. August ausgelöst, hat vor allem die Bauarbeiten an Wasserkraftwerken im Trishuli-Flussgebiet getroffen. Behörden schätzen, dass Hunderte Arbeiter in den Tunneln der Anlagen eingeschlossen sind, wobei der Verband unabhängiger Stromerzeuger in Nepal von über 550 vermissten Arbeitern am Trishuli 3A-Projekt spricht, von denen etwa 115 sich im Haupttunnel befinden könnten. Die Rettungsaktionen konzentrieren sich weiterhin auf die Suche nach Überlebenden in den Tunneln, wobei am Freitag bereits zwei nepalesische Arbeiter gerettet wurden. In der chinesischen Region Tibet wurden 31 Todesopfer und 531 Vermisste gemeldet. Oberhalb eines chinesischen Grenzpostens hat sich erneut ein See angestaut, was die Gefahr weiterer Flutwellen birgt. Die Situation bleibt angespannt, da die Suche nach den Vermissten erschwert wird und die Gefahr von Nachfolgekatastrophen besteht.
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