Bei neuen Angriffen der von Iran unterstützten Houthi-Miliz auf Saudi-Arabien wurden nach Angaben einer von Riad geführten Militärkoalition mindestens 13 Zivilisten leicht bis mittelschwer verletzt und sieben Häuser sowie zwei Autos beschädigt. Die Angriffe mit ballistischen Raketen und Drohnen richteten sich gegen die Städte Chamis Muschait, Abha und Taif. Die Houthis haben in den letzten Tagen eine groß angelegte Offensive gestartet und die gesamte Küste am Roten Meer erobert, wodurch sie nun die für den Welthandel wichtige Meerenge Bab al-Mandab kontrollieren. Saudi-Arabien, das die jemenitische Regierung im Kampf gegen die Houthis unterstützt, hatte die wichtige Ost-West-Pipeline nach Drohnenangriffen vorübergehend geschlossen. Die Kämpfe zwischen Saudi-Arabien und der Miliz, die seit einer von der UNO vermittelten Waffenruhe im Jahr 2022 weitgehend zum Erliegen gekommen waren, haben nun wieder zugenommen.
Die Houthi-Miliz verfolgt das Ziel, ihre Macht im Jemen durch die Beseitigung der von Saudi-Arabien unterstützten Regierung zu festigen und nutzt die regionale Krise, um Riad zur Anerkennung ihrer Herrschaft zu zwingen. Die Kontrolle über die Meerenge Bab el-Mandeb und die Bedrohung der saudischen Energieinfrastruktur sind dabei zentrale Elemente ihrer Strategie. US-Präsident Trump deutete an, dass die Huthis weniger als Stellvertreter des Iran zu betrachten seien, sondern eher als eigenständigen Akteur mit eigenen Interessen, deren Konflikt mit Riad durch regionale Partner gemildert werden könnte. Linksgerichtete Medien betonen die Notwendigkeit von Solidarität mit der Zivilgesellschaft im Jemen, während rechtsgerichtete Quellen die strategische Schwäche der arabischen Welt und die Rolle des Iran bei der Störung des Schiffsverkehrs im Roten Meer hervorheben. Die Frage, wie sich die neue Offensive der Houthis langfristig auf die regionale Stabilität und den Welthandel auswirken wird, bleibt offen.
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