Menschliche Formerkennung übertrifft KI bei komplexen Bildern
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53m ago

Menschliche Formerkennung übertrifft KI bei komplexen Bildern

KI-synthetisiert · Voreingenommenheit entfernt · Nur Fakten
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Image: Zeit De

Moderne künstliche Intelligenz (KI) hat Schwierigkeiten, Formen und Silhouetten zuverlässig zu erkennen, während Menschen dies auch bei groben Darstellungen problemlos können. Eine Studie der New York University Grossman School of Medicine, veröffentlicht in 'iScience', verglich die Leistung von Menschen mit über 200 tiefen neuronalen Netzen bei der Identifizierung von Objekten und Lebewesen. Die Ergebnisse zeigen, dass KI-Modelle sich stark auf lokale Details und Oberflächenmuster konzentrieren, während das menschliche Gehirn die Gesamtgestalt priorisiert. In Experimenten, in denen die Gesamtform von lokalen Details entkoppelt wurde – beispielsweise durch das Füllen von Umrissen mit Kreuzen – versagten die meisten KI-Modelle, während Menschen die Motive weiterhin korrekt benennen konnten. Die Forscher stellten fest, dass kein einziges der über 200 KI-Modelle das menschliche Erkennungsmuster unter allen Bedingungen vollständig nachbilden konnte.

Die Schwäche der KI bei der Formerkennung wird auf die Funktionsweise der Algorithmen zurückgeführt. Während Menschen die Gesamtgestalt erfassen, klammern sich KI-Systeme an lokale Details, was sie anfällig für Bildverzerrungen und fehlende Informationen macht. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass moderne Bilderkennungsprogramme nicht so menschenähnlich sind, wie oft angenommen, obwohl sie mit riesigen Datenmengen trainiert wurden. Einige KI-Modelle, die gleichzeitig mit Bildern und Text trainiert wurden, zeigten menschenähnlichere Ergebnisse, verloren aber dennoch die Fähigkeit, Gesamtsilhouetten zu erkennen.

Parallel zu diesen Forschungsergebnissen mehren sich die Warnungen aus der KI-Branche selbst vor den potenziellen Gefahren ihrer Technologie. Mitarbeiter von Unternehmen wie Anthropic haben öffentlich Bedenken geäußert, dass die KI-Entwicklung außer Kontrolle geraten könnte. Jacob Coxon, ein ehemaliger Mitarbeiter von Anthropic, warnte auf der Plattform X, dass die Unternehmen „direkt auf eine sich selbst verbessernde Superintelligenz zurasen und dabei unser Leben aufs Spiel setzen“. Anthropic-CEO Amodei äußerte die Befürchtung, dass eine Superintelligenz innerhalb von sechs bis zwölf Monaten das gesamte Internet übernehmen könnte und forderte eine Verlangsamung der Entwicklung. Obwohl einige KI-Unternehmen dieser Forderung zustimmten, lehnt US-Präsident Trump Regulierungen ab. Experten wie Dennis-Kenji Kipker von der Universität Bremen betonen, dass die großen Konzerne ihre Technologien derzeit nicht vollständig unter Kontrolle haben, während andere, wie Thorsten Holz vom Max-Planck-Institut, die Wahrscheinlichkeit einer vollständigen Auslöschung der Menschheit durch KI als unquantifizierbar betrachten. Evan Hubinger, ein Sicherheitsexperte von Anthropic, schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass KI alle Menschen töten könnte, innerhalb des nächsten Jahrzehnts auf zehn Prozent.

Wo sie sich unterscheiden

  • taz.de betont die Warnungen von KI-Experten und die Angst vor unkontrollierbarer Superintelligenz, während zeit.de und handelsblatt.de sich primär auf die Forschungsergebnisse zur Formerkennung konzentrieren.
  • handelsblatt.de fokussiert sich auf die wissenschaftliche Studie und die Schwächen der KI bei der Bilderkennung, während taz.de die potenziellen Risiken und die Forderung nach Regulierung hervorhebt.
  • zeit.de stellt die Forschungsergebnisse in den Kontext der allgemeinen KI-Entwicklung und betont die menschliche Überlegenheit in der Formerkennung, während taz.de die Warnungen von Insidern und die Angst vor einer außer Kontrolle geratenen KI betont.

Was noch nicht bekannt ist

  • Es ist unklar, inwieweit die von Anthropic geäußerten Bedenken tatsächlich die allgemeine Meinung in der KI-Branche widerspiegeln.
  • Die tatsächlichen Auswirkungen einer Superintelligenz auf die Menschheit bleiben ungewiss, und die Wahrscheinlichkeitsangaben von Experten sind subjektiv.
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