Israels Regierungsbildung in der Schwebe: Keine Mehrheit für Netanjahu, aber auch kein klarer Weg für die Opposition
Politik
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2h ago

Israels Regierungsbildung in der Schwebe: Keine Mehrheit für Netanjahu, aber auch kein klarer Weg für die Opposition

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Image: Spiegel De

Die israelische Parlamentswahl hat keine klare Mehrheit für einen der Blöcke ergeben, was eine schwierige Regierungsbildung nach sich zieht. Benjamin Netanjahu, dessen Likud-Partei weiterhin die stärkste Kraft ist, bleibt vorerst im Amt, obwohl seine Koalition keine Mehrheit mehr hat. Die Opposition um Gadi Eisenkot sieht sich mit der Aussicht konfrontiert, dass sie ohne die Unterstützung arabischer Parteien keine Regierung bilden kann. Laut tagesschau.de könnte Staatspräsident Izchak Herzog Netanjahu mit der Regierungsbildung beauftragen, da seine Partei die meisten Sitze hält. Sollte dieser Versuch scheitern, könnte Herzog eine andere Person mit der Aufgabe betrauen oder Neuwahlen ansetzen, die frühestens im März stattfinden würden. Die taz betont, dass die Wahl eine tiefe Spaltung innerhalb der israelischen Gesellschaft widerspiegelt, wobei zwei unterschiedliche Israels existieren: ein säkulares, liberales und ein religiöses, konservatives. Der Spiegel berichtet, dass Netanjahu erfolgreich auf die Angst vor dem Iran gesetzt hat, um seine Macht zu erhalten, obwohl die Hamas-Massaker am 7. Oktober während seiner Amtszeit stattfanden. Bild berichtet, dass Elif Eralp, eine Linken-Politikerin, sich aufgrund von Drohungen von Israel-Hassern in Gefahr sieht, was Fragen nach der Sicherheit in Berlin aufwirft. Die arabischen Nachbarstaaten beobachten die Situation aufmerksam und hoffen auf eine Regierung, die Stabilität und Frieden in der Region fördert (tagesschau.de). Es bleibt abzuwarten, ob Netanjahu eine neue Koalition bilden kann oder ob Israel in eine Phase politischer Unsicherheit eintritt.

Wo sie sich unterscheiden

  • Die taz betont die tiefe Spaltung der israelischen Gesellschaft und die Existenz zweier unterschiedlicher Israels, während andere Quellen sich stärker auf die politische Lage und die Regierungsbildung konzentrieren.
  • Bild hebt die Sicherheitsbedenken der Linken-Politikerin Elif Eralp hervor, was in den anderen Quellen nicht thematisiert wird.
  • Junge Freiheit stellt die Wahl als eine Bestätigung der rechten Realität dar und deutet an, dass die Ereignisse vom 7. Oktober eine erneute Eskalation vorhersagen.
  • Der Spiegel fokussiert auf Netanjahus langjährige Amtszeit und seine Fähigkeit, Ängste zu nutzen, um an der Macht zu bleiben, während die Tagesschau die aktuelle Regierungsbildung in den Vordergrund stellt.

Was noch nicht bekannt ist

  • Ob Netanjahu tatsächlich eine Koalition bilden kann und welche Kompromisse dafür notwendig wären, bleibt unklar.
  • Wie sich die politische Lage auf die Beziehungen Israels zu den arabischen Nachbarstaaten auswirken wird, ist noch offen.
  • Inwieweit die Sicherheitsbedenken von Elif Eralp die politische Landschaft in Berlin beeinflussen werden, ist derzeit nicht abzusehen.

Unsere Einschätzung

Unsere Einschätzung ist, dass die Wahl in Israel zu einer Pattsituation geführt hat, die eine schwierige Regierungsbildung zur Folge hat. Netanjahu scheint zwar weiterhin im Amt zu bleiben, aber seine Position ist geschwächt und er benötigt Kompromisse oder Neuwahlen. Die Spaltung innerhalb der israelischen Gesellschaft, die durch unterschiedliche Wertvorstellungen und politische Ausrichtungen gekennzeichnet ist, erschwert die Bildung einer stabilen Regierung zusätzlich.

Worauf zu achten ist

  • Ob Präsident Herzog Netanjahu mit der Regierungsbildung beauftragt, und wann genau diese Beauftragung erfolgt (tagesschau.de).
  • Ob bis März Neuwahlen angesetzt werden, und wann der genaue Termin bekannt gegeben wird (tagesschau.de).
  • Wie die arabischen Nachbarstaaten auf die Regierungsbildung reagieren, und ob es zu diplomatischen Initiativen kommt (tagesschau.de).
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