Am 25. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 gedachten die USA der fast 3.000 Opfer mit Gedenkveranstaltungen in New York, Washington und Pennsylvania. Ehemalige Präsidenten Biden, Clinton, Obama und Bush nahmen an der Zeremonie am Ground Zero teil, wo die Namen der Getöteten verlesen wurden. Erstmals wurde auch an die über 150.000 Menschen gedacht, die später an Krankheiten aufgrund der Anschläge starben. US-Präsident Trump nahm an einer Gedenkveranstaltung am Pentagon teil und betonte den Zusammenhalt der Amerikaner sowie die Notwendigkeit, den Iran von der Entwicklung von Atomwaffen abzuhalten. Die Gedenkveranstaltungen wurden jedoch von politischer Spaltung überschattet, insbesondere durch Kontroversen um den New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani. Die Anschläge vom 11. September haben nicht nur den Nahen Osten, sondern auch die internationale Ordnung verändert und führten zu Antiterroroperationen in 85 Staaten. Die langfristigen Folgen, einschließlich der gesundheitlichen Auswirkungen auf Helfer und Anwohner, sind bis heute spürbar. Rund 100 Millionen Amerikaner sind heute zu jung, um sich an die Ereignisse zu erinnern. Die taz hebt hervor, dass die Reaktion auf den 11. September eine gefährliche Eigendynamik entwickelt hat, während die Süddeutsche Zeitung die politische Spaltung und den Hass auf Muslime als Belastung für das Gedenken betont. Die Frage, wie die USA mit dem Erbe des 11. September umgehen und die daraus resultierenden politischen und gesellschaftlichen Veränderungen bewältigen werden, bleibt offen.
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