Frühstartrente: Staat fördert private Altersvorsorge bereits im Kindesalter
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59m ago

Frühstartrente: Staat fördert private Altersvorsorge bereits im Kindesalter

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Image: Spiegel De

Der Bundestag hat eine sogenannte Frühstartrente beschlossen, die private Altersvorsorge für Kinder ab dem sechsten Lebensjahr fördern soll. Der Staat zahlt monatlich 10 Euro auf ein individuelles Altersvorsorgedepot ein, sofern die Eltern keinen eigenen Vertrag abschließen. Laut Finanzministerium könnten bei durchschnittlicher Rendite bis zum Rentenbeginn über 50.000 Euro angespart werden, wobei Inflation und spätere Besteuerung nicht berücksichtigt sind. Die Förderung richtet sich an Kinder ab dem Geburtsjahrgang 2020 mit Wohnsitz in Deutschland. Eltern können die staatliche Förderung durch eigene Einzahlungen von bis zu 6840 Euro pro Jahr ergänzen. Sollte kein Vertrag abgeschlossen werden, investiert der Bund die 10 Euro monatlich in ein Sondervermögen, das von der Deutschen Bundesbank verwaltet wird und ausschließlich in globale Aktien oder Aktienfonds fließt. Das angesparte Kapital kann bis zum 35. Lebensjahr abgerufen werden, andernfalls fließt es in den Bundeshaushalt zurück. Für die Jahre 2027 bis 2030 kalkuliert der Haushaltsausschuss mit Gesamtausgaben von rund 1,2 Milliarden Euro, wobei die Ausgaben aufgrund steigender Geburtsjahrgänge von 198 Millionen Euro im Jahr 2027 auf voraussichtlich 411 Millionen Euro im Jahr 2030 ansteigen werden. Das Gesetz tritt am 1. Januar 2027 in Kraft. Es bleibt abzuwarten, inwieweit die Frühstartrente tatsächlich zu einer Verbesserung der privaten Altersvorsorge beiträgt und welche langfristigen Auswirkungen sie auf den Bundeshaushalt haben wird.

Wo sie sich unterscheiden

  • Spiegel.de betont die Möglichkeit, durch die Frühstartrente aus 10 Euro monatlich 50.000 Euro Rente zu generieren, während ntv.de den Fokus stärker auf die Möglichkeit eines sechstelligen Vermögens durch Zuzahlungen legt.
  • ntv.de hebt hervor, dass die Einführung der Frühstartrente das private Sparen am Kapitalmarkt bereits im Kindesalter verankern soll, während Spiegel.de dies als einen neuen Baustein der Altersvorsorge präsentiert.
  • ntv.de betont die geringen Anforderungen für den Erhalt der Förderung (keine zusätzlichen Nachweise bei Abschluss eines zertifizierten Standarddepot-Vertrags), während Spiegel.de die Details der staatlichen Förderung und die Möglichkeit der kollektiven Anlage hervorhebt.

Was noch nicht bekannt ist

  • Die tatsächliche Rendite der Anlagen und die Auswirkungen von Inflation und Besteuerung auf die endgültige Rentenhöhe sind noch unklar.
  • Es ist noch unklar, wie viele Eltern die staatliche Förderung tatsächlich in Anspruch nehmen werden und wie hoch das Volumen der zusätzlichen privaten Einzahlungen sein wird.

Unsere Einschätzung

Unsere Einschätzung ist, dass die Frühstartrente ein Versuch des Staates ist, frühzeitiges Sparen für das Alter zu fördern und gleichzeitig das Kapitalmarktinteresse bei jungen Menschen zu wecken. Die Betonung auf die einfache Zugänglichkeit der Förderung und die Möglichkeit, diese durch private Einzahlungen zu ergänzen, deutet darauf hin, dass die Regierung sowohl breite Teilnahme als auch zusätzliche Investitionen anstrebt. Die Unsicherheit bezüglich der tatsächlichen Rendite und der Inanspruchnahme durch die Eltern unterstreicht jedoch, dass der langfristige Erfolg dieser Initiative noch ungewiss ist.

Worauf zu achten ist

  • Die tatsächliche Rendite des Sondervermögens der Deutschen Bundesbank, veröffentlicht durch die Bundesbank selbst, wird zeigen, ob die prognostizierten 50.000 Euro realistisch sind [Deutsche Bundesbank, ab 2027].
  • Die Anzahl der tatsächlich abgeschlossenen Verträge für die Frühstartrente, veröffentlicht durch das Bundesministerium der Finanzen, wird Aufschluss darüber geben, wie gut die Initiative angenommen wird [Bundesministerium der Finanzen, ab 2027].
  • Die Entwicklung der Gesamtausgaben für die Frühstartrente zwischen 2027 und 2030, ersichtlich aus den Haushaltsplänen des Bundestages, wird zeigen, ob die ursprünglichen Kalkulationen zutreffen [Bundestag, Haushaltspläne ab 2027].
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