Finnlands Präsident Alexander Stubb hat Warnungen vor einem möglichen russischen Angriff auf NATO-Gebiet bis 2029 zurückgewiesen und betonte, dass es weder Belege noch Fakten für eine solche Annahme gebe. Er glaubt nicht, dass Russland das Bündnis angreifen würde, da die NATO über eine stärkere Abschreckung verfüge. Dennoch mahnte Stubb, die Gefahr aus Russland nicht zu unterschätzen und sich auf das Schlimmste vorzubereiten, um es zu verhindern. Russland versuche vor allem, Angst zu säen und eine Eskalation zu provozieren. Stubb geht davon aus, dass Russland im Herbst eine neue Mobilmachung durchführen könnte, da die Armee monatlich zwischen 30.000 und 35.000 Soldaten verliere, während nur 27.000 neue rekrutiert werden. Ein russischer Einsatz von Atomwaffen in der Ukraine hält er ebenfalls für unwahrscheinlich, da China dies nicht zulassen würde. Gleichzeitig warnte er vor der wirtschaftlichen Belastbarkeit der russischen Bevölkerung und betonte, dass der Krieg erst dann enden könne, wenn die russische Führung das Gefühl habe, dass ihr Regime bedroht sei. Beobachter weisen darauf hin, dass die Schattenflotte Russlands an der Ostsee zunimmt, was auf eine verstärkte militärische Aktivität hindeutet. Die Bundeswehr geht davon aus, dass Russland ab 2029 zu einem groß angelegten Angriff fähig sein könnte, während der NATO-Generalsekretär vor einem möglichen Angriff innerhalb der nächsten fünf Jahre gewarnt hat.
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