Rund ein Drittel der Berlinerinnen und Berliner über 16 Jahre ist nicht wahlberechtigt, was 864.145 Einwohnerinnen und Einwohner betrifft. Dies ist ein deutlich höherer Anteil als in anderen Bundesländern wie Mecklenburg-Vorpommern, wo nur etwa 7,2 Prozent nicht wahlberechtigt sind. Betroffen sind Geflüchtete, Menschen ohne deutschen Pass, sowie EU-Bürgerinnen und -Bürger bei Wahlen zum Landesparlament. Aysel Kılıç, eine türkische Staatsbürgerin, die seit 1979 in Berlin lebt und deren Antrag auf Einbürgerung noch bearbeitet wird, ist eine von vielen, die bei den kommenden Wahlen nicht mitstimmen dürfen. Symbolwahlen, die von verschiedenen Initiativen organisiert werden, ermöglichen es Nichtwahlberechtigten, ihre Präferenzen auszudrücken. Bei einer solchen Wahl im Bezirk Mitte erhielt die Linke über 40 Prozent der Stimmen.
Der Wahlkampf in Berlin wurde durch drei ungewöhnliche Ereignisse geprägt: der Rücktritt von Regierendem Bürgermeister Kai Wegner als Spitzenkandidat der CDU aufgrund von Falschaussagen über den Brandanschlag auf das Berliner Stromnetz, der Auftritt des Rappers Dahabflex auf einer Veranstaltung der Neuköllner Linkspartei mit Liedtexten, die als antisemitisch kritisiert wurden, und die Durchsuchung der Wohnung des SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen Vorteilsannahme. Die Grünen kämpften mit schlechten Persönlichkeitswerten in Umfragen, während die AfD ohne Koalitionsoptionen dasteht. Die Linke steht in der Kritik, angemessen auf den Auftritt von Dahabflex reagiert zu haben.
Our reading is that the article highlights a significant disparity in political participation within Berlin, with a substantial portion of the population excluded from voting. While mainstream coverage focuses on campaign controversies—a candidate’s resignation, problematic performer appearances, and investigations—taz.de prioritizes the voices and experiences of those disenfranchised, suggesting a tension between traditional political reporting and a focus on inclusive representation. The symbolic elections organized by initiatives demonstrate a desire for political expression amongst those unable to formally participate.
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