Deutsches Heer plant Beschaffung von kostengünstigen Marschflugkörpern und erwägt Teilnahme an britisch-japanischem Kampfjet-Programm
Politik
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1h ago

Deutsches Heer plant Beschaffung von kostengünstigen Marschflugkörpern und erwägt Teilnahme an britisch-japanischem Kampfjet-Programm

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Image: Zeit De

Der Inspekteur des Heeres, Christian Freuding, plant die Ausrüstung seiner Truppe mit kostengünstigen Marschflugkörpern für den Masseneinsatz. Die Entscheidung für die Beschaffung sogenannter Low Cost Cruise Missiles sei getroffen, um Ziele in einer Tiefe von bis zu 1.500 Kilometern bekämpfen und gegnerische Flugabwehrsysteme überlasten zu können. Die Bundesregierung plant den Kauf dieser Waffensysteme in den USA. Zwei marktverfügbare Systeme werden derzeit geprüft, wobei ein erster Zulauf ab 2027 angestrebt wird. Das US-Rüstungsunternehmen Covenant hat eine Produktionsstätte in Leipzig eröffnet, die ab 2027 das Waffensystem Anthem herstellen soll, das deutlich günstiger sein soll als vergleichbare Systeme. Parallel dazu hat der britische Premierminister Andy Burnham Bundeskanzler Friedrich Merz die gemeinsame Entwicklung eines neuen Kampfjets vorgeschlagen, indem Deutschland dem bereits bestehenden Programm von Großbritannien, Japan und Italien beitreten soll. Im Rahmen des Besuchs wurde ein deutsch-britischer Freundschaftsvertrag unterzeichnet, der unter anderem visumfreie Schüler- und Studienaustausche ermöglicht und die Zusammenarbeit im Bereich der Cybersicherheit verstärken soll, insbesondere gegen hybride Bedrohungen aus Russland.

Wo sie sich unterscheiden

  • Der 'Zeit' und das 'Handelsblatt' konzentrieren sich primär auf die Beschaffung der Marschflugkörper und die Produktionspläne von Covenant, während 'France 24' den Fokus auf das deutsch-britische Kampfjet-Programm und den Freundschaftsvertrag legt.
  • Das 'Handelsblatt' und die 'Zeit' betonen die Reichweite der geplanten Marschflugkörper (1.500 Kilometer), während 'France 24' diesen Aspekt nicht hervorhebt.
  • 'France 24' betont die Bedeutung der Cybersicherheit und die gemeinsame Abwehr hybrider Bedrohungen durch Russland, was in den anderen Quellen weniger detailliert behandelt wird.

Was noch nicht bekannt ist

  • Welche konkreten Systeme für die Beschaffung der kostengünstigen Marschflugkörper in Frage kommen, wurde von Freuding nicht genannt.
  • Ob die Bundesregierung tatsächlich den Kauf der US-Marschflugkörper genehmigen wird, ist noch offen.

Hintergrund

  • Der Inspekteur des Heeres ist für die Ausrüstung der deutschen Landstreitkräfte verantwortlich [Fact Refinery, 2024-02-29].
  • Die Bundesregierung plant, Waffensysteme in den Vereinigten Staaten zu beschaffen [Fact Refinery, 2024-02-29].
  • Großbritannien, Japan und Italien arbeiten bereits an der gemeinsamen Entwicklung eines neuen Kampfjets [background knowledge].
  • Marschflugkörper sind gelenkte Raketen, die über längere Distanzen eingesetzt werden können [background knowledge].

Unsere Einschätzung

Unsere Lesart ist, dass die Bundesregierung eine verstärkte militärische Aufrüstung anstrebt, sowohl durch die Beschaffung kostengünstiger Waffensysteme aus den USA als auch durch die mögliche Teilnahme an einem internationalen Kampfjet-Programm. Die Betonung auf Reichweite und die Überlastung gegnerischer Flugabwehrsysteme deutet auf eine veränderte strategische Ausrichtung hin. Die gleichzeitige Vertiefung der deutsch-britischen Beziehungen, insbesondere im Bereich der Cybersicherheit und der Abwehr hybrider Bedrohungen aus Russland, unterstreicht die Notwendigkeit einer verstärkten Zusammenarbeit angesichts aktueller geopolitischer Herausforderungen.

Worauf zu achten ist

  • Die Entscheidung der Bundesregierung bezüglich des Kaufs der US-Marschflugkörper, zu erwarten im Laufe des Jahres [Bundesministerium der Verteidigung, Pressemitteilungen].
  • Die konkrete Auswahl der in Frage kommenden Marschflugkörpersysteme, möglicherweise im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung [Beschaffungsamt des Bundes, Ausschreibungsergebnisse].
  • Die formelle Beitrittserklärung Deutschlands zum britisch-japanischen Kampfjet-Programm, zu erwarten im Frühjahr [Regierungsportal, offizielle Verlautbarungen].
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