Eine vierköpfige deutsche Familie wurde nach tagelanger Isolation durch die verheerenden Überschwemmungen in Nepal gerettet. Manuel Münch (37), seine nepalesische Frau (35) und ihre beiden Kinder hatten Glück, dass sie eine geplante Trekkingtour abbrachen, da bereits Erdrutsche die Wege unpassierbar gemacht hatten. Sie befanden sich bei Verwandten in der Nähe von Trishuli Bazar, als die Flutwelle kam und mussten etwa 800 Meter den Hügel hinauflaufen, um sich in Sicherheit zu bringen. Die Familie wurde mit einem Hubschrauber in ein Armeecamp in Battar Bazar evakuiert und plant nun die Rückreise nach Deutschland. Die nepalesische Armee ist weiterhin im Dauereinsatz, um Menschen aus den betroffenen Gebieten zu retten. Mehr als 20 Brücken wurden auf einer Strecke von rund 40 Kilometern zerstört, was die Evakuierung erschwert. Die Bundesregierung geht von einer niedrigen zweistelligen Anzahl deutscher Staatsangehöriger aus, die weiterhin vermisst werden. Vier der vermissten Deutschen gehörten zu einer Gruppe von Pilgern, die auf dem Rückweg von einer Pilgerreise zum Berg Kailash waren. Die Internationale Rotkreuz-Föderation hat bereits 1,2 Millionen US-Dollar für das nepalesische Rote Kreuz bereitgestellt. Die Lage bleibt unübersichtlich, und die Suche nach den Vermissten wird durch die Zerstörung der Infrastruktur erschwert. Die Ursache für die verheerenden Überschwemmungen ist nicht abschließend geklärt, jedoch deuten Berichte auf die plötzliche Freisetzung von Wasser aus einem Gletschersee in Tibet hin.
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