Die Bundesregierung hat die Zusammenarbeit mit dem Russischen Haus in Berlin beendet, was zu einer weiteren Einschränkung des kulturellen und wissenschaftlichen Austauschs zwischen Deutschland und Russland führt. Diese Entscheidung fällt vor dem Hintergrund von Vorwürfen, dass Russland hinter einer Drohnenattacke am Leipziger Flughafen steckt, wofür die Regierung jedoch keine konkreten Beweise vorgelegt hat. Während die Bundesregierung die militärische Unterstützung für die Ukraine verstärkt und die Aufrüstung rechtfertigt, wird die Schließung des Russischen Hauses seit Monaten von verschiedenen politischen Kräften gefordert, die es als Geheimdienstzentrale betrachten. Die Maßnahme könnte auch Konsequenzen für die wenigen verbliebenen Goethe-Institute in Russland haben. Moskau hatte bereits deutsche Institutionen als "feindliche Einflussagenten" gebrandmarkt und aus dem Land vertrieben. Gleichzeitig fanden kurzfristige Gespräche zwischen US-Gesandten und dem russischen Präsidenten Putin in Moskau statt, bei denen es um eine mögliche dreitägige Waffenruhe in der Ukraine ging, um den Zugang für die Gesandten nach Kiew zu ermöglichen. Die Verhandlungen scheinen jedoch ins Stocken geraten zu sein. Rennradfahrer, die im Krieg geboren wurden, radeln nun den ehemaligen Eisernen Vorhang ab, um ein Zeichen gegen den neuen Kalten Krieg zu setzen.
Die SPD-Bundestagsfraktion äußerte kurz nach der Drohnenattacke in Leipzig die Vermutung, dass der Vorfall inszeniert worden sein könnte, um die militärische Unterstützung für die Ukraine zu rechtfertigen. Der russische Botschafter Netschajew argumentierte, dass eine tatsächliche Schadensabsicht durch Russland dilettantisch umgesetzt worden wäre. Die Schließung des Russischen Hauses wird weitreichende Folgen haben, da es für die wenigen noch in Russland tätigen Büros des Goethe-Instituts zuständig ist, die nun ebenfalls ihre Pforten schließen müssen.
Die Gespräche zwischen Putin und den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner endeten nach dreistündigen Unterredungen im Kreml. Über konkrete Ergebnisse ist noch nichts bekannt, jedoch soll es neue Vorschläge von US-Seite gegeben haben. Putin ordnete eine dreitägige Waffenruhe für Kiew an, um den Gesandten die Reise zu ermöglichen. Selenskyj warf dem russischen Militär vor, demonstrativ die Kiewer Flughäfen beschossen zu haben, bevor die US-Gesandten eintrafen. Die bisherigen Gespräche zwischen Putin und Trumps Gesandten hatten bereits zu direkten Verhandlungen zwischen Russen und Ukrainern geführt, die jedoch ins Stocken gerieten.
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