Der deutsche Leitindex Dax hat ein neues Rekordhoch von 26.644,33 Punkten erreicht, beflügelt durch den Ausgang der US-Zwischenwahlen und sinkende Ölpreise. Analyst Jochen Stanzl von der Consorsbank erklärte, die klare Mehrheit der Demokraten im Repräsentantenhaus und Senat bringe mehr Berechenbarkeit und reduziere politische Risiken, was sich positiv auf die Märkte auswirke. Der Ölpreis sank um rund zehn Dollar je Barrel, da Investoren auf eine mögliche Deeskalation im Nahen Osten hoffen. Gleichzeitig profitieren die Märkte von positiven Unternehmensberichten. Im Gegensatz dazu steht die schwache Entwicklung der deutschen Wirtschaft, wo Unternehmen Tausende Arbeitsplätze streichen, was auf Handelskonflikte, zunehmenden Wettbewerb und den Einsatz von künstlicher Intelligenz zurückzuführen ist. Die Aktien von Rheinmetall brachen um fast 17 Prozent ein, nachdem der Rüstungskonzern seine Prognose erneut gesenkt hatte. Während sich die Anleger auf zukünftige Gewinne der 40 Dax-Konzerne konzentrieren, steht die deutsche Industrie unter Druck. Die Freude über das Ergebnis der US-Wahlen ist noch nicht verflogen, doch geopolitische Unsicherheiten und das Risiko von Rückschlägen bleiben bestehen. Die sinkenden Ölpreise könnten den Inflationsdruck senken und die Gewinnaussichten vieler Unternehmen verbessern. Im September erhielt die deutsche Industrie zudem mehr Bestellungen, was eine positive Überraschung darstellt.
Die Rallye an den Börsen steht in starkem Kontrast zu den schlechten Nachrichten aus der deutschen Wirtschaft. Insbesondere in der Industrie streichen Unternehmen Tausende Arbeitsplätze, weil Handelskonflikte und erstarkte Konkurrenz Märkte wegbrechen lassen. Die Blicke der Investoren richten sich oft aber nicht auf die aktuelle Lage, sondern auf künftige Gewinne der 40 Dax-Konzerne.
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