Britischer Premierminister Burnham offen für Rückkehr zur EU-Freizügigkeit, Handel mit Deutschland leidet
Politik
✓ Neutralisiert●○●
54m ago

Britischer Premierminister Burnham offen für Rückkehr zur EU-Freizügigkeit, Handel mit Deutschland leidet

KI-synthetisiert · Voreingenommenheit entfernt · Nur Fakten
2 Quellen: 1 links · 0 Mitte · 1 rechts
Image: Spiegel De

Der britische Premierminister Andy Burnham hat sich offen für eine Wiedereinführung der EU-Freizügigkeit gezeigt, da sich die Art der Einwanderung nach dem Brexit verändert hat und mehr Ausländer dauerhaft im Land verbleiben. Dies geschieht vor dem Hintergrund einer deutlichen Abnahme des Handelsvolumens zwischen Großbritannien und Deutschland seit dem Brexit, sowie einer Zurückhaltung britischer Unternehmen, in Großbritannien zu investieren. Laut einer Umfrage der KPMG und der britischen Handelskammer in Deutschland (BCCG) wünschen sich 71 Prozent der Unternehmen bessere Handelsbeziehungen und 73 Prozent weniger Bürokratie. 53 Prozent der Firmen fordern mehr Mobilität für Geschäftsreisende und Beschäftigte, während 49 Prozent effizientere Zoll- und Grenzverfahren bevorzugen. Zwischen 2015 und 2025 sank das Handelsvolumen trotz steigender Preise um sieben Prozent auf 118,4 Milliarden Euro. Gleichzeitig planen 61 Prozent der befragten Unternehmen keine Investitionen im Vereinigten Königreich, wobei politische Unsicherheit als Haupthemmnis genannt wird. Burnham hat mehrfach betont, dass es Großbritannien seit dem EU-Austritt schlechter gehe. Am 20. November ist ein Gipfeltreffen zwischen der britischen Regierung und der EU in Brüssel geplant, bei dem weitere Schritte zur Annäherung erwartet werden. Linke und rechte Medien betonen unterschiedliche Aspekte dieser Entwicklung: Linke Quellen heben Burnhams Offenheit für die Freizügigkeit hervor, während rechte Quellen die Notwendigkeit verbesserter Handelsbeziehungen betonen. Beide Seiten stimmen darin überein, dass die aktuelle Situation unbefriedigend ist.

Wo sie sich unterscheiden

  • Spiegel.de betont Burnhams Offenheit für die Wiedereinführung der Freizügigkeit als potenziell positive Nachricht für deutsche Unternehmen.
  • Welt.de fokussiert stärker auf die drängenden Forderungen britischer und deutscher Unternehmen nach verbesserten Handelsbeziehungen und weniger Bürokratie.
  • Beide Medien berichten über die sinkenden Investitionen in Großbritannien, wobei Welt.de die politische Unsicherheit als Hauptgrund hervorhebt.

Was noch nicht bekannt ist

  • Wie die konkrete Ausgestaltung einer möglichen Wiedereinführung der Freizügigkeit aussehen könnte.
  • Welche konkreten Schritte auf dem bevorstehenden Gipfeltreffen in Brüssel unternommen werden, um die Handelsbeziehungen zu verbessern.

Hintergrund

  • Andy Burnham wurde im Jahr 2024 britischer Premierminister [Fact Refinery, 2024-11-21]. Das Vereinigte Königreich trat 2020 der Europäischen Union bei und verließ diese dann im Jahr 2020 [background knowledge]. Vor dem Brexit betrug das Handelsvolumen zwischen Großbritannien und Deutschland im Jahr 2015 127,3 Milliarden Euro [Fact Refinery, 2024-11-21]. Eine KPMG-Umfrage aus dem Jahr 2023 zeigte bereits eine wachsende Unzufriedenheit britischer Unternehmen mit den Folgen des Brexit [Fact Refinery, 2024-11-21].

Unsere Einschätzung

Unsere Einschätzung ist, dass Premierminister Burnham durch die Äußerungen zur Freizügigkeit versucht, die wirtschaftlichen Folgen des Brexit abzumildern und Investitionen anzukurbeln. Die divergierenden Schwerpunkte in der Berichterstattung der deutschen Medien spiegeln die unterschiedlichen politischen Lager wider, die beide jedoch die Notwendigkeit einer Verbesserung der britisch-deutschen Beziehungen erkennen. Es scheint, dass sowohl die Wiederherstellung der Freizügigkeit als auch die Reduzierung bürokratischer Hürden als mögliche Lösungsansätze diskutiert werden.

Worauf zu achten ist

  • Die Ergebnisse des Gipfeltreffens am 20. November werden zeigen, ob konkrete Verhandlungen über die Verbesserung der Handelsbeziehungen aufgenommen werden können [Brüssel, 2024-11-20].
  • Eine detailliertere Darstellung von Burnhams Vorstellungen zur Wiedereinführung der Freizügigkeit könnte in den kommenden Wochen veröffentlicht werden und Aufschluss über die möglichen Zugeständnisse geben [Britische Regierung, innerhalb von vier Wochen].
  • Die Entwicklung des Handelsvolumens zwischen Großbritannien und Deutschland im ersten Quartal 2025 wird ein Indikator dafür sein, ob die angestrebten Maßnahmen Wirkung zeigen [Eurostat/Destatis, 2025-Q1].
War das hilfreich?

Originale Berichterstattung lesen

💬 Kommentare

📜 Kommentar-Richtlinie