BRICS-Staaten fordern Zurückhaltung im Iran-Konflikt und mahnen an gerechtere Weltordnung
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1h ago

BRICS-Staaten fordern Zurückhaltung im Iran-Konflikt und mahnen an gerechtere Weltordnung

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Die elf BRICS-Staaten haben auf ihrem Gipfeltreffen in Neu-Delhi einen Appell an alle Konfliktparteien im Iran und der Golfregion gerichtet, maximale Zurückhaltung zu üben. In einer gemeinsamen Erklärung brachten sie ihre tiefe Besorgnis über die Eskalation der Spannungen im Nahen Osten zum Ausdruck und forderten Maßnahmen, die eine weitere Verschärfung der Lage verhindern könnten. Neben dem Iran-Konflikt betonten die BRICS-Staaten die Notwendigkeit globaler Zusammenarbeit, um den reibungslosen Fluss des Handels, der Lieferketten und der Energieversorgung im Einklang mit dem Völkerrecht sicherzustellen.

Der indische Premierminister Narendra Modi kritisierte, dass der Globale Süden bei der Entscheidungsfindung oft eine untergeordnete Rolle spiele und forderte eine Umwandlung der „pyramidenförmigen Struktur“ in eine Partnerschaft. Er betonte, dass die BRICS-Staaten 50 Prozent der Weltbevölkerung, 40 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung und über 25 Prozent des weltweiten Handels ausmachen.

Chinas Präsident Xi Jinping verurteilte den Iran-Krieg scharf und argumentierte, er diene nicht den gemeinsamen Interessen der internationalen Gemeinschaft. Er wird am 24. September zu Gesprächen mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus erwartet. Russland bot seinerseits Vermittlung bei der Suche nach einer Friedenslösung an, ein Angebot, das vom russischen Präsidenten Wladimir Putin begrüßt wurde.

Die Außenminister der BRICS-Staaten hatten im Mai keinen Konsens über eine gemeinsame Stellungnahme zum Iran-Konflikt erzielen können, da die Mitgliedsstaaten Iran, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate unterschiedliche Positionen vertraten. Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian betonte, die Region brauche keinen „Polizisten“, sondern müsse ihre territoriale Integrität und Sicherheit selbst gewährleisten.

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