Bolivien ruft wegen El Niño Notstand aus: Dürre und Überschwemmungen bedrohen das Land
Politik
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3h ago

Bolivien ruft wegen El Niño Notstand aus: Dürre und Überschwemmungen bedrohen das Land

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Image: Spiegel De

Bolivien hat aufgrund der starken Auswirkungen des Klimaphänomens El Niño den Notstand ausgerufen. Präsident Rodrigo Paz begründete die Entscheidung mit schwerwiegenden Dürren, dem Verlust von über 75.000 Stück Vieh und der Gefahr von Überschwemmungen, die sechs der neun Verwaltungsregionen des Landes betreffen. Mehr als 78.000 Familien sind von der Dürre betroffen, und die Regierung mobilisiert zusätzliche finanzielle Mittel und Rettungskräfte. Die Vereinten Nationen warnten, dass die aktuelle El-Niño-Phase eine beispiellose Stärke erreichen könnte und bestehende Messskalen übertreffen könnte. Auch Nachbarländer sind betroffen: In Peru begünstigten hohe Temperaturen Waldbrände, bei denen mindestens zwölf Menschen ums Leben kamen, während Santiago de Chile im Oktober den regenreichsten Monat seit Beginn der Aufzeichnungen erlebte. Die Ursache des Phänomens liegt in der Erwärmung des Oberflächenwassers im zentralen und östlichen tropischen Pazifik, was weltweit Wind- und Niederschlagsmuster verändert. El Niño tritt alle zwei bis sieben Jahre auf.

Hintergrund

  • Bolivien ist ein Binnenstaat in Südamerika, der von den Anden geprägt ist [background knowledge].
  • El Niño ist ein Klimaphänomen, das durch die Erwärmung des Oberflächenwassers im zentralen und östlichen tropischen Pazifik entsteht und globale Wettermuster beeinflusst [background knowledge].
  • Das Phänomen El Niño tritt in unregelmäßigen Abständen von zwei bis sieben Jahren auf [Fact Refinery, 2023-11-29].
  • Präsident Rodrigo Paz hat den Notstand aufgrund von Dürren, Viehverlusten und Überschwemmungsgefahr ausgerufen, die sechs der neun bolivianischen Regionen betreffen [Fact Refinery, 2023-11-29].
  • Mehr als 78.000 Familien sind von der Dürre in Bolivien betroffen [Fact Refinery, 2023-11-29].

Unsere Einschätzung

Unsere Einschätzung ist, dass die bolivianische Regierung angesichts der kombinierten Auswirkungen von Dürre und Überschwemmungen, die durch das starke El Niño-Phänomen verursacht werden, in einer akuten Notlage steckt. Die Mobilisierung finanzieller Mittel und Rettungskräfte deutet auf die Schwere der Situation hin, während die Warnungen der Vereinten Nationen vor einer beispiellosen Stärke des El Niño-Ereignisses die Dringlichkeit der Lage unterstreichen. Die Berichte aus Nachbarländern wie Peru und Chile bestätigen, dass es sich um eine regionale Krise handelt, die weitreichende Folgen hat.

Worauf zu achten ist

  • Die Entwicklung der finanziellen Mittel, die die bolivianische Regierung zur Bewältigung der Krise mobilisiert, sollte beobachtet werden [Regierungswebsite Boliviens].
  • Die tatsächliche Stärke des El Niño-Phänomens, gemessen an den Temperaturdaten des Pazifiks, wird zeigen, ob die Warnungen der Vereinten Nationen zutreffen [Weltorganisation für Meteorologie].
  • Die Anzahl der von Überschwemmungen betroffenen Familien in den sechs betroffenen Regionen Boliviens könnte sich noch erhöhen [Bolivianische Katastrophenschutzbehörde].
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