BMW senkt Gewinnprognose für 2026 erneut, erwartet möglicherweise Verlust im Autogeschäft
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Image: Spiegel De
Der Automobilkonzern BMW hat seine Gewinnprognose für das Jahr 2026 zum zweiten Mal in diesem Jahr gesenkt und rechnet nun mit einer Ebit-Marge im Automobilsegment zwischen -0,5 und +0,5 Prozent. Dies bedeutet, dass im Kerngeschäft sogar ein Verlust möglich ist. Die Revision der Prognose wird auf erweiterte Portfolio- und Strukturmaßnahmen zurückgeführt, darunter ein beschleunigter Stellenabbau und die Auslistung älterer Elektromodelle. BMW hatte im Sommer angekündigt, Tausende Arbeitsplätze in Deutschland abzubauen und ein Abfindungsprogramm aufgelegt, das überraschend erfolgreich war. Die Kosten für das Abfindungsprogramm belasten die Bilanz zusätzlich. Neben dem Stellenabbau und den Abfindungen tragen auch die Abschreibungen auf ältere Fahrzeug- und Technologiegenerationen aufgrund des Anlaufs der neuen Elektrofahrzeuggeneration zur Gewinnwarnung bei. Der Absatz von Fahrzeugen wird voraussichtlich um fünf bis fast zehn Prozent sinken. Die Aktien von BMW reagierten mit einem Kursverlust auf die Ankündigung. Die Automobilindustrie insgesamt steht unter Druck durch starke Konkurrenz aus China, hohe US-Zölle und geringere Gewinnmargen bei Elektroautos.
Wo sie sich unterscheiden
- Die Süddeutsche Zeitung betont die Milliarden-Belastungen durch Abfindungen und das Auslaufen älterer Elektromodelle.
- Der Deutschlandfunk hebt hervor, dass BMW bereits im Juni eine Gewinnwarnung herausgegeben hatte.
- Das Handelsblatt erwähnt, dass BMW voraussichtlich zusätzliche Rückstellungen für das Abfindungsprogramm bilden muss und rechnet mit Kosten von rund einer bis 1,5 Milliarden Euro.
- Spiegel.de und NTV.de betonen, dass die Aktien von BMW nach der erneuten Ankündigung weiter gefallen sind.
Was noch nicht bekannt ist
- Die genaue Auswirkung der Strukturmaßnahmen auf die langfristige Wettbewerbsfähigkeit von BMW bleibt unklar.
- Es ist nicht bekannt, wie sich die Entscheidung des EU-Parlaments über den Ausstieg aus Verbrennungsmotoren auf BMW auswirken wird.
Hintergrund
- BMW hat im Sommer Tausende Arbeitsplätze in Deutschland abgebaut und ein Abfindungsprogramm aufgelegt, das überraschend erfolgreich war [Fact Refinery, 2024-07-01].
- Die Revision der Gewinnprognose wird auf erweiterte Portfolio- und Strukturmaßnahmen zurückgeführt, darunter ein beschleunigter Stellenabbau und die Auslistung älterer Elektromodelle [Fact Refinery, 2024-10-26].
- Die Automobilindustrie steht unter Druck durch starke Konkurrenz aus China, hohe US-Zölle und geringere Gewinnmargen bei Elektroautos [background knowledge].
- Der Absatz von Fahrzeugen wird voraussichtlich um fünf bis fast zehn Prozent sinken [background knowledge].
Unsere Einschätzung
Unsere Lesart ist, dass BMW mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert ist, die über allgemeine Branchenprobleme hinausgehen. Die wiederholte Senkung der Gewinnprognose und die Möglichkeit von Verlusten im Kerngeschäft deuten auf tieferliegende Probleme hin, die durch die Umstellung auf Elektromobilität und die damit verbundenen Kosten verstärkt werden. Die hohen Kosten für Abfindungen und die Abschreibung älterer Modelle belasten die Bilanz zusätzlich und lassen auf eine schwierige Übergangsphase schließen.
Worauf zu achten ist
- Die Entwicklung der Ebit-Marge im Automobilsegment im Laufe des Jahres 2026, um festzustellen, ob BMW tatsächlich einen Verlust verzeichnen wird (BMW Geschäftsbericht, 2026).
- Die Höhe der zusätzlichen Rückstellungen für das Abfindungsprogramm, die BMW bilden muss (Handelsblatt, laufende Berichterstattung).
- Die Entscheidung des EU-Parlaments über den Ausstieg aus Verbrennungsmotoren und deren Auswirkungen auf BMW (EU-Parlament, Abstimmungsprotokoll).
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