Bahn legt „Infraplan“ vor, um Schienennetz zu verbessern, Nachtzüge kämpfen mit Rentabilität
Politik
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1h ago

Bahn legt „Infraplan“ vor, um Schienennetz zu verbessern, Nachtzüge kämpfen mit Rentabilität

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Image: Zeit De

Die Deutsche Bahn stellt einen neuen „Infraplan“ vor, um die Transparenz und Zuverlässigkeit der Schieneninfrastruktur zu erhöhen und Sanierungs-, Digitalisierungs- und Elektrifizierungsmaßnahmen für die kommenden fünf Jahre festzulegen. Der Plan sieht acht Steuerungskennzahlen vor, um die Entwicklung der Infrastruktur zu bewerten, wobei Zielwerte für einige Bereiche noch ausstehen. Parallel dazu kämpfen Nachtzüge, obwohl beliebt, mit Rentabilitätsproblemen, wie das Beispiel einer gestrichenen Verbindung von Basel nach Malmö zeigt, für die Fördermittel entzogen wurden. Die SBB konzentrieren sich derzeit auf die Qualität bestehender Nachtzugverbindungen und neue Tagesverbindungen.

Der „Infraplan“ soll „Transparenz, Vertrauen und Verlässlichkeit“ in das Schienennetz zurückbringen und wird jährlich mit der Haushaltsplanung des Bundes und der Unternehmensplanung der InfraGO verzahnt. Das Konzept der „Korridorsanierung“, bei dem Streckenabschnitte über Monate gesperrt werden, wird derzeit überprüft, da es zu Verspätungen und Störungen bei der Wiedereröffnung sanierter Strecken kommt. Im September war fast jeder zweite Fernzug der Deutschen Bahn verspätet, was Bundesverkehrsminister Bilger unzufrieden stimmte.

Die SBB verzeichneten im vergangenen Jahr rund 600.000 Reisende mit Nachtzügen in und aus der Schweiz. Trotz der Klimafreundlichkeit sind Nachtzüge aufgrund hoher Kosten für Rollmaterial, Trassengebühren und Personal nicht rentabel. Neue Nightjet-Verbindungen nach Wien und Amsterdam ergänzen das Angebot ab 2026, während die geplante Verbindung nach Malmö aufgrund fehlender Fördermittel nicht realisiert wird. Die SBB setzen nun verstärkt auf die Verbesserung bestehender Verbindungen und den Ausbau des Tageszugverkehrs.

Wo sie sich unterscheiden

  • The Tagesanzeiger focused on the financial struggles of night trains and the cancellation of a new route due to funding cuts, while Zeit and Handelsblatt primarily highlighted the Bahn's new infrastructure plan.
  • Zeit and Handelsblatt emphasized the new infrastructure plan's transparency and goal-setting, whereas Tagesanzeiger focused on the practical challenges of maintaining and expanding night train services.
  • Handelsblatt noted the dissatisfaction of the transport minister with ongoing disruptions, a detail less prominent in the other two reports.

Was noch nicht bekannt ist

  • The specific target values for 'Streckenkilometer Korridorsanierungen' for the years 2027 to 2030 remain undefined.
  • The extent to which the Bahn will reduce the number of track kilometers it plans to renovate annually is not fully clarified.

Hintergrund

  • Die Deutsche Bahn ist das staatliche Eisenbahnunternehmen Deutschlands [background knowledge]. Nachtzüge sind Zugverbindungen, die hauptsächlich während der Nacht verkehren und Reisenden ermöglichen, während der Fahrt zu schlafen [background knowledge]. Im September verzeichnete fast die Hälfte der Fernzüge der Deutschen Bahn Verspätungen, was zu Unzufriedenheit beim Bundesverkehrsminister führte [Fact Refinery, 2024-01-26]. Die SBB, die Schweizerische Bundesbahnen, verzeichneten im vergangenen Jahr rund 600.000 Reisende mit Nachtzügen in und aus der Schweiz [Fact Refinery, 2024-01-26].

Unsere Einschätzung

Unsere Lesart ist, dass die Deutsche Bahn versucht, durch den „Infraplan“ Glaubwürdigkeit und Planbarkeit wiederherzustellen, während gleichzeitig die wirtschaftlichen Herausforderungen des Nachtzugverkehrs deutlich werden. Es scheint ein Spannungsverhältnis zwischen dem Wunsch nach nachhaltigem Reisen und den finanziellen Realitäten zu bestehen, was die Streichung der Verbindung Basel-Malmö verdeutlicht. Die Konzentration der SBB auf Tagesverbindungen könnte eine Reaktion auf diese wirtschaftlichen Zwänge sein.

Worauf zu achten ist

  • Die Festlegung konkreter Zielwerte für die „Streckenkilometer Korridorsanierungen“ für die Jahre 2027 bis 2030 wird zeigen, wie ernst die Bahn die Überprüfung des Konzepts nimmt (Haushaltsplanung des Bundes, Unternehmensplanung der InfraGO).
  • Die tatsächliche Reduzierung der jährlich geplanten Streckenkilometer für Sanierungen wird Aufschluss darüber geben, ob die Bahn ihre Prioritäten neu setzt und die Störungen minimieren will (Jahresberichte der Deutschen Bahn).
  • Die Entwicklung der Rentabilität von Nachtzugverbindungen, insbesondere der neuen Verbindungen nach Wien und Amsterdam ab 2026, wird zeigen, ob sich die Investitionen auszahlen (Geschäftsberichte der SBB).
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