Eine aktuelle Umfrage des Instituts INSA im Auftrag der Bild am Sonntag zeigt einen leichten Rückgang der Zustimmung für die AfD um einen Prozentpunkt auf 28 Prozent, während die SPD um einen Prozentpunkt auf 13 Prozent zulegt. Die Union bleibt bei 20 Prozent, die Grünen und die Linke bei jeweils 13 und 10 Prozent. Der BSW und die FDP liegen weiterhin bei 4 Prozent und würden derzeit nicht in den Bundestag einziehen. Die Umfrage zeigt, dass die schwarz-rote Regierung unter Kanzler Friedrich Merz mit 78 Prozent Ablehnung in der Bevölkerung konfrontiert ist, wobei auch die persönliche Zustimmung zu Merz (16 Prozent) und Vizekanzler Lars Klingbeil (19 Prozent) gering ist. Eine „Kenia“-Koalition aus CDU/CSU, SPD und Grünen käme laut den Berechnungen der Bild auf 46 Prozent und hätte somit eine Mehrheit, während eine Koalition aus SPD, Grünen und Linken mit 36 Prozent scheitern würde. In Sachsen-Anhalt liegt die AfD in aktuellen Umfragen mit 41 bis 43 Prozent deutlich vor der CDU (22 bis 23 Prozent), wobei eine absolute Mehrheit für die AfD nicht in Reichweite ist. Wahlforscher erwarten jedoch keinen so großen Mobilisierungseffekt wie bei der Landtagswahl vor fünf Jahren, da sich die AfD-Gegner breiter auf verschiedene Parteien verteilen. Der ehemalige Ministerpräsident Reiner Haseloff konnte damals noch Stimmen gegen die AfD mobilisieren, was bei dem aktuellen CDU-Ministerpräsidenten Sven Schulze nicht zu erwarten ist.
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