Die AfD liegt in Umfragen für die Landtagswahlen 2026 in Mecklenburg-Vorpommern vorn, während in Berlin vier Parteien um die Spitzenposition ringen. In Mecklenburg-Vorpommern erreicht die AfD in Umfragen derzeit 37 bis 38 Prozent, während die SPD mit 33 bis 34 Prozent folgt. Die Linke liegt bei 10 Prozent, die CDU bei 7 und die Grünen bei 5 Prozent. Das BSW liegt mit 4 Prozent unter der Fünf-Prozent-Hürde. Ein Viertel der Befragten ist sich noch unschlüssig, wen es wählen wird. In Berlin liegen vier Parteien bei mindestens 16 Prozent in den Umfragen, wobei die SPD bei 10 bis 12 Prozent liegt und das BSW um den Einzug kämpft. Die Spitzenkandidaten der Parteien in Berlin sind Elif Eralp (Die Linke), Stefan Evers (CDU), Simone Oldenburg (Linke), Daniel Peters (CDU), Claudia Müller (Grüne) und Peter Schabbel (BSW).
Die Umfragewerte der AfD in Mecklenburg-Vorpommern bereiten insbesondere Menschen wie Lili Sorgen, die als Flüchtlingskind in den 1990er Jahren Erfahrungen mit Diskriminierung und Gewalt gemacht hat. Sie befürchtet, dass die Massenabschiebungspläne der AfD den Bevölkerungsrückgang in ländlichen Regionen wie Friedland beschleunigen, wo die Bevölkerung seit 1990 um fast 40 Prozent geschrumpft ist und mehr als 30 Prozent der Einwohner Rentner sind. Der Mangel an jungen Menschen führt zu sinkenden Steuereinnahmen und einem Lehrkräftemangel.
Am Mittwochabend treffen Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm im TV-Duell aufeinander. Zuvor diskutieren Simone Oldenburg (Linke), Daniel Peters (CDU), Claudia Müller (Grüne) und Peter Schabbel (BSW) über die zentralen Themen des Wahlkampfs. Im ersten TV-Duell hatten sich Schwesig und Holm scharf angegriffen und sich gegenseitig falsche Darstellungen vorgeworfen.
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