Mehrere Landtagsabgeordnete der AfD sollen den ehemaligen Parteifunktionär Andreas Kalbitz, der wegen seiner neonazistischen Aktivitäten aus der Partei ausgeschlossen wurde, auf ihrer Gehaltsliste haben. Laut Informationen von SPIEGEL und WELT verdient Kalbitz nun wieder Geld bei Abgeordneten, nachdem er vor sechs Jahren aus der AfD ausgeschlossen worden war. Der Ausschluss erfolgte aufgrund seiner Verbindungen zu rechtsextremen Kreisen.
Kalbitz hatte seinen Rückzug aus der Politik als „Befreiung“ vom „parteipolitischen Sumpf“ bezeichnet. Die Berichte legen nahe, dass er nun wieder in beratender Funktion für AfD-Abgeordnete tätig ist. SPIEGEL berichtet, dass Kalbitz bei drei Landtagsabgeordneten beschäftigt wird, während WELT von zwei Abgeordneten spricht. Die genaue Art seiner Tätigkeit und die Höhe seiner Vergütung sind nicht bekannt.
Die Beschäftigung eines ehemaligen Funktionärs mit rechtsextremen Verbindungen wirft Fragen nach der politischen Ausrichtung und den Werten der AfD auf. Der Ausschluss Kalbitz’ aus der Partei hatte damals für Aufsehen gesorgt, da er als enger Vertrauter von Björn Höcke galt. Seine erneute Beschäftigung durch Abgeordnete deutet darauf hin, dass die AfD möglicherweise weiterhin auf Personen setzt, die in der Vergangenheit mit rechtsextremen Tendenzen in Verbindung standen.
Es bleibt unklar, welche konkreten Aufgaben Kalbitz für die AfD-Abgeordneten übernimmt und wie seine Tätigkeit finanziert wird. Die Berichte werfen Fragen nach Transparenz und Rechenschaftspflicht innerhalb der Partei auf.
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