María del Carmen Abascal, eine 87-jährige Spanierin, deren Zwangsräumung landesweite Proteste gegen die Wohnungsnot in Spanien auslöste, ist verstorben. Abascal war nach der Räumung aus ihrer Wohnung, in der sie 70 Jahre gelebt hatte, ins Krankenhaus eingeliefert worden, obwohl ihr eine Rückkehr in ihr Zuhause zugesichert worden war. Ihr Tod hat zu Trauer und Empörung geführt und die bereits bestehende Krise auf dem spanischen Wohnungsmarkt weiter verschärft. Die Zwangsräumung, die durch eine Mieterhöhung von 275 Prozent begründet wurde, hatte tagelange Demonstrationen und einen für den 11. November angekündigten Generalstreik ausgelöst. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez kondolierte der Familie und sprach sein Beileid aus. Das spanische Parlament hatte zuvor ein Maßnahmenpaket der Regierung zur Bekämpfung der Wohnungsnot abgelehnt, woraufhin Sánchez vorgezogene Neuwahlen für den 29. November anberaumte. Die Mietervereinigung Madrid bezeichnete die Situation als vermeidbar und kritisierte die lange Dauer, bis eine Einigung erzielt wurde, die Abascal letztendlich nicht mehr nutzen konnte. Der Fall Abascal hat die Wohnungskrise in Spanien symbolisiert und die Notwendigkeit von bezahlbarem Wohnraum und Mieterschutz in den Fokus gerückt. Die Gewerkschaften und Mieterorganisationen haben den Generalstreik als Ausdruck ihres Protests gegen die Wohnungsnot und für höhere Löhne angekündigt. Der Arbeitgeberverband CEOE kritisiert den Streik als politisch motiviert. Die Entscheidung des Parlaments, das Maßnahmenpaket abzulehnen, hat die politische Lage weiter verschärft und die linke Regierungskoalition in Bedrängnis gebracht, die nun hofft, durch die Empörung der Bürger bei den Neuwahlen eine Mehrheit zu erringen.
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