25 Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 gedenken die USA der fast 3.000 Todesopfer, wobei die Gedenkveranstaltungen in New York, Washington und Pennsylvania stattfinden. Neben der Ehrung der Opfer wird erstmals auch an die Menschen gedacht, die an den Langzeitfolgen der Anschläge gestorben sind, darunter viele, die durch die giftige Luft beim Einsturz der Türme erkrankten. Die Gedenkfeierlichkeiten werden jedoch von einer politischen Auseinandersetzung zwischen dem ehemaligen New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani und dem amtierenden Bürgermeister Zohran Mamdani überschattet. Giuliani kritisierte Mamdanis Teilnahme an der Gedenkveranstaltung scharf und zog Parallelen zwischen dessen muslimischem Glauben und den Attentätern. Mamdani wies die Kritik zurück und kündigte die Freigabe von Dokumenten an, die angeblich belegen, dass die Stadtverwaltung unter Giuliani das Ausmaß der Luftverschmutzung vertuschte. Giuliani befindet sich zudem in finanziellen Schwierigkeiten, nachdem er im Dezember 2023 zu einer Zahlung von 148 Millionen Dollar an Wahlhelferinnen verurteilt wurde, die er fälschlicherweise des Wahlbetrugs beschuldigt hatte. Die Anschläge vom 11. September führten zu jahrelangen Kriegen in Afghanistan und im Irak und haben die US-Außenpolitik nachhaltig geprägt. Rund 100 Millionen Amerikaner sind heute zu jung, um sich an die Ereignisse zu erinnern, während die Zahl der Todesopfer durch Spätfolgen die Zahl der unmittelbar bei den Anschlägen Getöteten inzwischen übertroffen hat.
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