Verbraucherschützer warnen davor, dass Gaststätten Gäste bei der Kartenzahlung durch vorprogrammierte Trinkgeldoptionen zu höheren Beträgen verleiten. Die Verbraucherzentrale kritisiert sogenannte „manipulative Designtricks“ auf Kartenterminals, die den Gast unter Druck setzen sollen, ein Trinkgeld zu geben, das er möglicherweise nicht geben würde. Mehr als die Hälfte der Gäste empfindet diese Praxis laut einer Umfrage als unangenehm.
Die Kritik richtet sich gegen die Gestaltung von Kartenterminals, die oft voreingestellte Trinkgeldprozentsätze anbieten, während die Option, kein Trinkgeld zu geben oder einen individuellen Betrag einzugeben, weniger auffällig platziert ist. Dies könne als unterschwellige Beeinflussung wahrgenommen werden und den Gast dazu bringen, mehr Trinkgeld zu geben, als er beabsichtigt. Verbraucherschützer fordern daher mehr Transparenz und ein Verbot dieser Design-Tricks.
Es gibt unterschiedliche Perspektiven auf das Problem. Während einige die Praxis als reine Marketingstrategie sehen, betrachten andere sie als eine Form der Täuschung. Linke Medien betonen die manipulative Absicht hinter den voreingestellten Optionen, während rechtsgerichtete Medien die Freiheit der Gaststätten hervorheben, Trinkgeld anzunehmen. Unstrittig ist jedoch, dass viele Gäste sich durch die Gestaltung der Kartenterminals unter Druck gesetzt fühlen.
Die Verbraucherzentrale fordert ein Ende dieser Praxis und eine klarere Kennzeichnung der Trinkgeldoptionen auf den Kartenterminals. Es bleibt abzuwarten, ob die Gaststätten auf diese Kritik reagieren und ihre Zahlungssysteme entsprechend anpassen werden.
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