SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach steht im Zentrum von Ermittlungen wegen des Verdachts der Bestechlichkeit im Zusammenhang mit einem Vergabeverfahren im Kreis Lehrte. Die Staatsanwaltschaft Hannover ließ Krachs Wohnung und SPD-Büros durchsuchen. Krach weist die Vorwürfe zurück und betont, dass er keine Spenden angenommen habe, die im Zusammenhang mit dem Vergabeverfahren stehen könnten. Eine versuchte Spende in Höhe von 9.900 Euro an die SPD Berlin wurde laut Schatzmeister Fabian Fischer auf Krachs Anweisung hin abgelehnt. Krach gab an, dass die Spende innerhalb von 24 Stunden zurücküberwiesen wurde, da er sie nicht annehmen konnte. Die Spende belief sich nach seiner Erinnerung auf 9.500 Euro. Die Berliner SPD steht hinter ihrem Spitzenkandidaten, wie Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey bestätigte. Die Ermittlungen finden inmitten des Berliner Wahlkampfs statt, in dem die SPD in Umfragen derzeit zwischen 11 und 15 Prozent liegt. Die Affäre wirft Fragen nach der Transparenz von Parteispenden auf, wobei Cicero argumentiert, dass Großspenden grundsätzlich verboten werden sollten. Die taz weist darauf hin, dass Spenden nur ein Teil der vielfältigen Möglichkeiten sind, politischen Einfluss auszuüben.
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