Der Sommer 2026 gehört zu den wärmsten seit Beginn flächendeckender Wetteraufzeichnungen in Deutschland. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldet extreme Hitze, ausgetrocknete Flüsse und Waldbrände. Eine Attributionsstudie des DWD kommt zu dem Ergebnis, dass eine Hitzewelle dieser Größenordnung ohne den Klimawandel statistisch unmöglich gewesen wäre. Vorläufigen Angaben zufolge war der Sommer auch sehr trocken, besonders im Westen und Südwesten Deutschlands. Bis Mitte August schätzt das Robert Koch-Institut (RKI) rund 15.800 hitzebedingte Todesfälle in Deutschland, wobei allein Ende Juni 9.600 und in den ersten zwei Augustwochen weitere 4.000 registriert wurden. Diese Zahl ist konservativ geschätzt und könnte noch höher liegen, da viele Todesfälle nicht direkt mit Hitze in Verbindung gebracht werden, sondern beispielsweise auf Organversagen zurückgeführt werden. Eine Studie der Juniorprofessorin Hannah Wallis an der Universitätsklinik Magdeburg zeigt einen Zusammenhang zwischen steigenden Temperaturen und einer Zunahme depressiver und körperlicher Symptome bei den Teilnehmern. Während der Norden Deutschlands mit anhaltendem Regen und Gewittern zu kämpfen hat, genießt der Süden sonniges Wetter und Temperaturen bis zu 26 Grad. Klimatologen prognostizieren, dass sich das warme Wetter im Süden noch fortsetzen könnte und die 30-Grad-Marke möglicherweise noch einmal erreicht wird. Der DWD wird am Montag eine detaillierte Sommerbilanz veröffentlichen.
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