Russland versucht offenbar, durch hybride Kriegsführung Wahlen und die Gesellschaft in Deutschland zu destabilisieren, insbesondere durch Desinformationskampagnen in Sachsen-Anhalt vor der jüngsten Wahl, bei der die AfD fast 44 Prozent der Stimmen erhielt. Julia Smirnova berichtet, dass russische Staatsmedien den Wahlerfolg der AfD offen gefeiert haben, da die russische Führung eine Vertiefung der Krise der Bundesregierung erhofft. Gleichzeitig setzt der russische Präsident Wladimir Putin laut Militärexperten Markus Reisner darauf, die Ukraine im Winter „endgültig in die Knie zu zwingen“, indem er die Energieversorgung und kritische Infrastruktur ins Visier nimmt, von denen rund 80 Prozent bereits beschädigt oder zerstört sind. Reisner kritisiert die fehlende Ausweitung der Produktion moderner Flugabwehrsysteme in Europa als „absolute Niederlage“. Ein weiterer Militärexperte, Oleksandr Kowalenko, weist auf den Aufbau von Feldlazaretten nahe der NATO-Grenze als mögliches Warnsignal für einen russischen Angriff hin, während der Ausbau russischer Drohnenkapazitäten und die Stationierung des Raketensystems Oreschnik in Belarus genau beobachtet werden. Es gibt jedoch keine Hinweise auf eine unmittelbare Kriegsvorbereitung durch Belarus selbst. Die jüngsten russischen Angriffe werden als Reaktion auf die Vermittlungsbemühungen der USA gewertet. Die Frontlage ist weitgehend erstarrt, während Russland verstärkt auf Angriffe gegen die Energieversorgung und andere kritische Infrastruktur setzt. Die Ukraine leidet unter einem Mangel an Flugabwehrraketen, insbesondere Patriot-Systemen, um sich gegen ballistische Raketen und Marschflugkörper zu verteidigen.
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