Deutschland verschärft seine Reaktion auf den mutmaßlichen Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle, bei dem Russland die Schuld gegeben wird. Bundesinnenminister Dobrindt und Außenminister Wadephul kündigten ein Maßnahmenbündel an, darunter die Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn und des Russischen Hauses in Berlin, sowie die verstärkte Kontrolle der sogenannten Schattenflotte Russlands, um Sanktionsumgehungen zu unterbinden. Moskau weist die Vorwürfe entschieden zurück und kündigt eine „harte Antwort“ an. Die Bundesregierung stützt sich dabei auf Indizien, da ein direkter Beweis für die russische Beteiligung bislang nicht vorliegt.
Bayern versucht, bei der KI-Rechenleistung mit Hessen aufzuholen, das derzeit mit rund 1.131 Megawatt die europäische Hauptstadt der Serverfarmen ist. Bayern verfügt über 420 Megawatt installierter Leistung und plant Investitionen in Höhe von 5,5 Milliarden Euro, um die Rechenzentreninfrastruktur auszubauen und die sogenannte „Data Gravity“ zu nutzen, die die Ansiedlung neuer Server begünstigt. Ein unterirdisches Hochleistungsrechenzentrum in München, betrieben von „Polarise“ in Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom und Nvidia, soll KI-Modelle unabhängig von internationalen Tech-Konzernen trainieren.
Die deutsche Debatte über Russland wird als verklärt und unverstanden beschrieben, wobei sowohl linke als auch rechte Seiten ein engagiertes, aber oft realitätsfernes Selbstgespräch führen. Diese Entwicklung kommt Putin zugute. Die Reaktionen aus der EU und der NATO auf das deutsche Vorgehen werden beobachtet, wobei die Wirksamkeit der Maßnahmen noch unklar ist. Die russische Seite betrachtet die Schließung der Konsulate als Provokation und Eskalation der Beziehungen.
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