Die zunehmende Verbreitung künstlicher Intelligenz (KI) führt sowohl zu Veränderungen in der Arbeitswelt als auch zu gezielten Marketingstrategien von KI-Unternehmen. Im Malerhandwerk kommen bereits Roboter zum Einsatz, die körperlich anstrengende und repetitive Aufgaben übernehmen können. Hersteller wie Conbotics werben damit, dass ihre Roboter, wie ein 140 Kilogramm schweres Modell mit einer Reichweite von bis zu 3,20 Metern, fehlende Fachkräfte ersetzen und Handwerker entlasten. Diese Entwicklung ist nicht auf das Handwerk beschränkt: Auch in Berufen wie Programmierung, Jura und Beratung sollen KI-Systeme Routinetätigkeiten automatisieren.
Eine repräsentative Erwerbstätigenbefragung des Bundesinstituts für Berufsbildung und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zeigt, dass der Anteil der Beschäftigten, die in ihrem Job häufig wiederkehrende Arbeitsgänge ausführen, von 51 Prozent im Jahr 2006 auf 42 Prozent im Jahr 2024 gesunken ist. Gleichzeitig stieg der Anteil derjenigen, bei denen dies nie vorkommt, von 11 auf 15 Prozent.
Parallel dazu betreiben KI-Unternehmen eine Werbeoffensive, die sich insbesondere an Karrierefrauen und arbeitende Mütter richtet. Sie versprechen Lösungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Beseitigung des Gender-Pay-Gap. Die Reaktionen auf diese Kampagnen sind jedoch nicht wie erhofft ausgefallen. Es bleibt abzuwarten, inwieweit diese Technologien tatsächlich zur Entlastung und Gleichstellung beitragen werden und welche Auswirkungen die Automatisierung auf die Arbeitsplätze haben wird.
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